Welche Rolle spielt die Persönlichkeit im Umgang mit Stress?
(Gettyimages)

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit im Umgang mit Stress?

Wir alle fühlen uns gestresst, wenn eine Situation unsere Fähigkeiten übersteigt oder unangenehm ist. Wie stark wir uns davon stressen lassen und wie wir mit dem Stress umgehen, hängt aber auch von unserer Persönlichkeit ab.

Befinden sich zwei Personen mit den gleichen Fähigkeiten in einer ähnlich belastenden Situation, reagieren sie möglicherweise völlig unterschiedlich. Grund dafür sind gewisse Merkmale der Persönlichkeit.

Selbstvertrauen: Schwierigkeiten als Herausforderung sehen

Eine Person, die an ihre Fähigkeiten glaubt, wird ihre Aufgaben als Herausforderungen betrachten. Jemand mit weniger Selbstvertrauen, sieht Schwierigkeiten hingegen eher als Bedrohung an.
Durch das Entwickeln und Stärken des Selbstvertrauens, kann man also unempfindlicher gegenüber Stress werden und einen aktiven Ansatz der Problembewältigung aufbauen.

Optimismus: Auf die Lösung fokussieren

Es liegt in der Natur des Optimisten, eher damit zu rechnen, dass auch eine schwierige Situation positiv ausgeht. So lässt sich ein Optimist zum Beispiel weniger stressen, wenn er im Stau steht, sondern nutzt die Wartezeit für sich. Auch wenn Ihnen der Optimismus nicht angeboren ist, können Sie daraus etwas für Ihren Umgang mit Stress lernen. Lassen Sie sich nicht zu sehr vom Problem einnehmen, sondern konzentrieren Sie sich auf die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.

Soziale Unterstützung mindert das Stressempfinden

Unser Stressempfinden kann auch von der sozialen Unterstützung abhängen. Die soziale Unterstützung ist eine Kombination aus:

  • der Anzahl Personen in unserem sozialem Netz.
  • der emotionalen Unterstützung, die wir von diesem Netz empfangen.
  • und davon, wie wir diese Unterstützung wahrnehmen. Eine positiv wahrgenommene Unterstützung wirkt stresslindernd.

Coping: Welche Wege führen aus dem Stress heraus?

Ob berufliche Veränderungen, Scheidung oder Trauer: Befinden wir uns in einer Situation, die unsere Fähigkeiten behindert ober überschreitet, müssen wir sie bewältigen, verringern oder tolerieren. „Coping“ nennt sich dieser Vorgang in der Fachwelt. Je nach dem spielt sich der Vorgang „extern“ ab, das heisst, wir verändern etwas an der Situation, die uns bedroht. Oder wir ändern etwas an unserem „Innern“, also unserer Einstellung gegenüber der Situation. Deshalb unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von „Coping“:

  • Problembezogenes Coping: Man beeinflusst die problematische Situation d.h. man wirkt auf das Umfeld ein, um mit dem Ereignis umzugehen.
  • Emotionsbezogenes Coping: Man kontrolliert die eigenen Emotionen und das eigene Verhalten im Umgang mit der Spannung d.h. man wirkt auf sich selbst ein, um mit dem Ereignis umzugehen.

Welchen Weg man wählt, hängt wiederum von der eigenen Persönlichkeit ab.

 

Was tun, wenn gewisse Merkmale der eigenen der Persönlichkeit den Umgang mit Stress negativ beeinflussen? Arbeiten Sie daran! Damit verbessern Sie nicht nur Ihre unmittelbare Lebensqualität, sondern tun auch etwas Gutes für Ihr Immunsytem, wie Sie in unserem Blog „Was macht Stress mit dem Körper“ nachlesen können.

  • Newsletter abonnieren

    Profitieren Sie von unserem monatlichen Newsletter zu den Themen Gesundheit, Fitness, Ernährung, Prämien sparen und mehr.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert.*