Der Fokus auf das Positive
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Der Fokus auf das Positive

Unser Wohlbefinden lässt sich durch spezifische Tätigkeiten positiv beeinflussen. Wie das auch am Arbeitsplatz funktioniert, erfahren Sie hier.

Eine neue Denkweise

In der Vergangenheit konzentrierte sich die Psychologie vor allem auf das, was uns krank macht und auf die Therapie von Störungen. Jene Faktoren, die das Leben lebenswert machen, waren lange Zeit nicht im Fokus. In den letzten Jahren hat die Positive Psychologie vermehrt an Aufmerksamkeit und Bedeutung gewonnen. Diese befasst sich mit den positiven Aspekten des Menschseins, wie beispielsweise Optimismus, Geborgenheit, Vertrauen oder auch Glück.

Positive Aktivitäten machen uns glücklich

Das beeinflusst unser Wohlbefinden (nach Seligman):

  • Positive Emotionen: Sich gut fühlen
  • Engagement: In Aktivitäten aufgehen
  • Beziehungen: Für andere da sein und sich auf andere verlassen können
  • Sinnhaftigkeit: Stärken für einen Zweck einsetzen
  • Leistung: Ziele erreichen
Wann fühlen wir uns gut? Die Antwort auf diese Frage ist für jeden Menschen unterschiedlich. Für die einen ist es beispielsweise die Freiheit auf einem Berg zu geniessen, für andere ist es, mit Freunden einen gemütlichen Abend zu verbringen. Glückliche Menschen fühlen sich nicht nur besser, sondern sind auch kreativer bei der Arbeit, haben eine höhere Lebenserwartung und haben erfülltere sozialen Beziehungen.

 

Laut Sonja Lyubomirsky, Professorin an der Universität von Kalifornien und Autorin des Bestsellers „The How of Happiness: A Scientific Approach to Getting the Life You Want” ist unser Wohlbefinden zu 50% genetisch festgelegt. Rund 10% lassen sich auf die Lebensumstände zurückführen und 40% unseres Wohlbefindens entsteht aufgrund positiver Aktivitäten.

Übungen zur Umsetzung am Arbeitsplatz

Das bedeutet, dass unser emotionales Erleben zu einem wesentlichen Teil veränderbar ist. Wir können Aktivitäten wählen, die unser Wohlbefinden in einem erheblichen Mass steigern. Im Bereich der positiven Psychologie existieren verschiedene Übungen, welche genau das anstreben. Wichtig ist, dass eine Übung gewählt wird, die zu den Lebensumständen, Vorlieben und Eigenschaften der Person passt. Die folgenden Übungen eignen sich gut für die Integration im Arbeitsalltag und können von Personen selbstständig durchgeführt werden.

Drei gute Dinge: Schreiben Sie drei gute Dinge auf, welche Ihnen heute oder gestern passiert sind und erklären sie, weshalb diese Dinge gut sind. Dies können kleinere («Meine Arbeitskollegin hat mir einen Kaffee mitgebracht») oder grössere Begebenheiten («Ich habe eine wichtige Präsentation geschafft») sein. Geben Sie jeder der drei Begebenheiten einen Titel, beschreiben Sie die Situation so genau wie möglich und halten Sie fest, wie Sie sich dabei gefühlt haben.

Andern etwas Gutes tun: Entscheiden Sie sich, für jemanden etwas Neues oder Spezielles zu tun. Ihre Tat kann an Ihre näheren Mitmenschen, oder an völlig unbekannte Personen gerichtet sein. Es muss auch nichts Grosses sein. Bereits kleine Dinge, wie beispielsweise ein herzliches Dankeschön oder eine kleine Überraschung für die Teammitglieder werden auch Ihnen etwas zurückgeben.

Achtsamkeits-Walk: Nehmen Sie sich eine 10-minütige Auszeit vom Arbeitsplatz und machen Sie einen kurzen Spaziergang mit all Ihren Sinnen. Dies belebt nicht nur, sondern lehrt uns auch, unseren Körper und die Umwelt wahrzunehmen. Achten Sie sich beim Laufen auf die folgenden Dinge: Was hören Sie? Welcher Geruch liegt in der Luft? Was fühlen Sie auf Ihrer Haut?  Welche Farben nehmen Sie wahr? Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Wie fühlt sich Ihr Körper an und wie ist Ihre Atmung?

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