Fuehrungskraefte als Ressource

Führungskraft als Ressource

Gute Führung wirkt sich positiv auf die Motivation, Leistungsbereitschaft, Gesundheit und letztendlich auf die Leistung der Mitarbeitenden aus. Vereinfacht gilt: Gute Führung ist gesunde Führung. Gerade bei älteren Mitarbeitenden hat der Führungsstil mehr Gewicht, da sie in Gehaltserhöhungen oder der Aussicht auf berufliche Herausforderungen keine Anreize mehr sehen. Diese Tendenz lässt sich mittlerweile aber auch bei jüngeren Mitarbeitenden, der Generation Y, erkennen. Für sie zählen die sogenannten weichen Faktoren mehr, getreu dem Diktum: «The soft factors are the hard ones». Gute Vorgesetzte gewinnen so in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels und Wettbewerbs um qualifizierte Nachwuchskräfte immer mehr an Bedeutung.

Was macht eine gute Führungskraft aus

Vertrauen schaffen
Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Führungsperson und Mitarbeitendem ist Voraussetzung für eine konstruktive Zusammenarbeit und kann einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden
und deren Leistung haben. Der Aufbau von Vertrauen erfordert das  ersönliche Gespräch, in dem der Vorgesetzte dem Mitarbeitenden zuhört, ihn ernst nimmt und echtes Interesse zeigt. Für Mitarbeitende ist es wichtig, zu spüren, dass die Führungskraft hinter ihnen steht. Dies zeigt sich auch im Übertragen von Verantwortung und Freiräumen.

Soziale Unterstützung und Wertschätzung geben
Wertschätzung zu erfahren, ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Werden Mitarbeitende als Person anerkannt sowie deren Einsatz und Leistung wertgeschätzt, führt dies zu höherer Zufriedenheit. In der Folge nimmt die Freude an der Arbeit zu und die Bindung an das Unternehmen steigt. Auch die Leistungsfähigkeit und Motivation können positiv beeinflusst werden.

Vorbild sein
Wer seine Werte bewusst vorlebt, zeigt dadurch, welches Verhalten er von den Mitarbeitenden erwartet, und bietet somit Orientierungshilfe. Das reicht vom respektvollen Umgang miteinander über eine gelebte, transparente und offene Kommunikation und praktiziertes Feedbackverhalten bis hin zum konstruktiven Umgang mit eigenen Schwächen und Rückschlägen. Führungskräfte sollten sich darüber im Klaren sein, dass aus ihren Handlungsweisen unausgesprochene Erwartungen resultieren. Ein einfaches Beispiel ist der Versand von E-Mails an Wochenenden oder in den Ferien. Ist eine Führungskraft selbst ständig erreichbar, kann dies als Aufforderung verstanden werden, es ihr gleichzutun, auch wenn sie dies nicht explizit verlangt.

Self-Care als Voraussetzung für Staff-Care
Nur wer gelernt hat, die eigenen Belastungsgrenzen und Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen, erkennt diese auch bei anderen. Weil von  Führungskräften – insbesondere der mittleren Führungsstufe – immer mehr erwartet wird, ist es wichtig, dass diese mit ihren Ressourcen achtsam umgehen, um selbst langfristig leistungsfähig zu bleiben. Gerade diese Zielgruppe ist einerseits Verursacher von gesundheitsbezogenen
negativen Konsequenzen und andererseits selbst oft hoch belastet.

Gute Führung bedingt neben fachlichen Kompetenzen vor allem auch emotionale Fähigkeiten.

Wie wird die Führungskraft zur Ressource

vivit

vivit – das Kompetenzzentrum für Gesundheit und Prävention der CSS Versicherung unterstützt Unternehmen rund um die betriebliche Gesundheit – auch in der Weiterentwicklung von Führungskräften sowie der Unternehmenskultur.

vivit

Die Persönlichkeit und die eigene Haltung beeinflussen den Führungsstil und den Umgang mit Mitarbeitenden und Kollegen wesentlich. Dies ist ein Grund dafür, weshalb sich gute Führung nicht in einem Seminar erlernen lässt. Oft wird der eigene Führungsstil von selbst erlebtem Führungsverhalten geprägt. Diese Wirkung gilt es regelmässig zu reflektieren.
Hilfreich für einen konstruktiven und leistungsfördernden Führungsstil sind unter anderem ein hoher Grad an Selbstreflexion, kritisches Hinterfragen, Offenheit für Feedback und Achtsamkeit im Umgang mit sich und anderen. Das bedingt Selbstvertrauen und ermöglicht eine stetige persönliche Weiterentwicklung und Anpassung der eigenen Verhaltensweisen. Rein kommunikative Kompetenzen können mit Aus- und Weiterbildungsprogrammen erfolgreich trainiert und sukzessive verbessert werden.

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