Kostet eine Einheitskasse Milliarden?

2012 wurde die Initiative für eine Einheitskasse eingereicht, die vermutlich 2014 zur Abstimmung kommen wird.

Doch wie viel würde ein Wechsel von heute 60 Versicherungen zu einer staatlichen Lösung überhaupt kosten? Dazu halten die Initianten auf ihrer Website lediglich fest: „Jede Systemänderung kostet etwas.“

Die alliance santé* wollte es genauer wissen und beauftragte das Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie mit der Berechnung der Wechselkosten. Dieses kam zum Schluss, dass mit Kosten von rund zwei Milliarden Franken zu rechnen ist, die über Steuergelder oder Prämien beglichen werden müssten. Dies würde z.B. eine vierköpfige Familie mit rund CHF 1000 belasten.

Urs Schwaller, Ständerat
Urs Schwaller, Ständerat

Zudem geht das Institut davon aus, dass der Wechsel vom heutigen System zu einer staatlichen Einheitskasse mehr als zehn Jahre dauern dürfte. Es müssten völlig neue Strukturen aufgebaut und über längere Zeit ein Parallelbetrieb sichergestellt werden. Eine Umstellung könnte also nicht innert kürzester Zeit, sozusagen auf Knopfdruck erfolgen. Urs Schwaller, Ständerat und Co-Präsident der alliance santé, beurteilt die Kosten als unverhältnismässig: „Wir bezahlen viel Geld für einen Systemwechsel, der uns nur Nachteile bringt. Die Einheitskasse nimmt den Versicherten die Wahlfreiheit, kostet mehr und bietet weniger.“

*Die alliance santé ist ein Zusammenschluss von Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie Exponenten aus dem Gesundheitswesen. Die Studie findet sich unter: www.alliance-sante.ch

Ein Kommentar zu “Kostet eine Einheitskasse Milliarden?

  1. Zur Einheitskasse nur eine Bemerkung:
    CHF 250 Millionen geben die Krankenkassen jedes Jahr für Kunden-Werbung aus!
    Diese Zahl stammt nicht von mir.

    Gruss

    A. Steiger

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