(Schweizer Gruppe für Hippotherapie-K)

Zahlt die CSS Tier-Therapien?

Tiere können auch zu Therapiezwecken zum Einsatz kommen. Allerdings ist die Kostenübernahme in der Krankenversicherung strikte geregelt.

Immer häufiger sind in Spitälern und Altersheimen sogenannte Therapiehunde anzutreffen, zum Beispiel als Kontaktvermittler oder um die Psyche positiv zu beeinflussen. Zudem zeigt ein Blick ins Internet, dass auch Kaninchen, Hamster, Vögel und sogar Lamas als Therapietiere eingesetzt werden. Doch so vielfältig der Einsatz von Tieren in einer Therapie ist, so strikt sind die Regeln in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP). Die einzige Therapie mit Tieren, die aus der OKP bezahlt wird (nebst der Madentherapie zur Wundheilung), ist die Hippotherapie- K® als Teil einer Physiotherapie für Multiple-Sklerose-Patienten. Dabei werden die Bewegungsimpulse eines Pferdes auf den Menschen übertragen, der in einer genau definierten Ausgangsstellung auf dem Rücken des Tieres sitzt. Dies ermöglicht es unter anderem, Symmetrie, Haltungs- und Gleichgewichtsreaktionen zu trainieren.

Saugende Blutegel

Auch bei den Zusatzversicherungen sind die Grenzen eng gesetzt. Hier werden die Kosten lediglich bei anerkannten alternativen Therapiemethoden übernommen. Ausser der Blutegel-Therapie werden derzeit bei der CSS keine weiteren Therapien mit Tieren anerkannt. Ziel der Blutegel-Therapie ist es, dass der Egel während der Saugphase möglichst viel entzündungs- und gerinnungshemmende Stoffe abgibt. Dadurch wird das Blut dünnflüssiger und die Durchblutung verbessert sich. Die Kostenübernahme hängt davon ab, über welche Zusatzversicherungen jemand verfügt und ob der durchführende Therapeut für die entsprechende Methode eine Anerkennung besitzt.

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