Gesundheitscheck
(Thomas Zimmermann)

Was bringt mir der Gesundheits-Check?

Im Rahmen des Gesundheitskontos profitieren CSS-Versicherte von diversen Zusatzleistungen. Eine davon ist der Gesundheits-Check. Wie läuft dieser ab? Wir wollten es genau wissen.

Mit sicherer Hand sticht Rita Hub-Näpflin zu. Die kleine Kanüle füllt sich langsam mit Blut, das später in einem Speziallabor ausgewertet wird. Damit wäre der unangenehmste Moment des Gesundheits-Checks auch bereits geschafft. Ich sitze in den modernen Räumen des Medbase-Gesundheitszentrums in Luzern. Praxismanagerin Rita Hub erklärt den weiteren Ablauf der kommenden Stunden, in denen mein Körper – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Herz und Nieren getestet wird. Bezogen auf das Herz ist dies bereits vor dem Mini-Aderlass geschehen: Im «Herz-Raum» hat Rita Hub meinen Körper verkabelt, und bereits nach wenigen Sekunden spuckt das Gerät die Resultate aus. Keine Auffälligkeiten, Ruhepuls 51.

Persönliches Gespräch mit Ärztin

Weiter geht es mit der Fettmessung, bei der mein Körper wiederum mit verschiedenen Sensoren verkabelt wird. Auch dieser Test fördert keine Besonderheiten zutage. Jedoch zeigt er grafisch auf, wo die meisten Fettpölsterchen sitzen und wie viele Kalorien der Körper als Grundumsatz verbrennt. Es sind genau 1688. Dann wird es persönlicher: In einem längeren Gespräch analysiert Ärztin Priska Waser meinen Gesundheitszustand. Als Basis dient ihr ein umfassender Gesundheitsfragebogen, der im Voraus ausgefüllt werden musste. Die Liste umfasst Fragen zu früheren und aktuellen Gesundheitsbeschwerden, Krankheiten im familiären Umfeld, Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten sowie zum Thema Herz/Kreislauf.

Bis der Körper nicht mehr will

Dann folgt der letzte und mit Abstand strengste Teil des Untersuchs: Voll verkabelt ist Treten an Ort auf dem Ergometer angesagt. Alle drei Minuten erhöht das System den Widerstand um 30 Watt. Ebenso häufig misst Rita Hub den Blutdruck und entnimmt mir am Ohrläppchen einen Tropfen Blut. Auf einer Belastungsskala muss ich zudem meine Befindlichkeit angeben. «Locker», lautet mein Fazit nach den ersten zwei, drei Belastungsstufen– und es liegt sogar ein kleiner Smalltalk drin. Doch schon bald wird die Atmung schneller, erster Schweiss läuft den Rücken hinunter. Aus dem «locker» wird schon bald einmal ein «ziemlich hart». Spätestens bei 220 Watt vergeht einem das Lachen, und die vorgegebene Trittfrequenz ist nur noch schwer einzuhalten. 250 Watt – «Wie ist die Belastung», fragt Rita Hub. «Sehr hart», kommt es noch knapp über die Lippen. Und dann sind wiederum drei Minuten vorbei. Innert Sekunden wird der Widerstand erhöht und der Puls steigt auf 186. «Ich glaube, es reicht langsam», sagt Priska Waser, die den Belastungstest überwacht. Finde ich auch. Für kurze Zeit hätte die Kraft wohl gereicht, auch die 280 Watt noch zu treten. Aber man will sich ja nicht allzu sehr quälen. Nach einigen Minuten ist der Puls wieder auf vernünftigem Niveau und der Gesundheits-Check ist zu Ende.

Auswertung nach einer Woche

Nun liegt der Ball beim Medbase-Team. Innert Wochenfrist werden die erfassten Daten zusammen mit den Labordaten des Bluttests ausgewertet und per Post zugestellt. Die Auswertung zeigt: Vieles ist zwar gut, aber da und dort gibt es sehr wohl Punkte, die noch beherzigt werden könnten, sei es eine etwas gesündere Ernährung oder mehr Training für die Rückenmuskulatur. Und bezüglich des Blutes zeigt sich, dass hier noch eine weitere Untersuchung angezeigt ist. Ein Punkt, der ohne den Gesundheits-Check noch lange verborgen geblieben wäre.

Leistungen CSS

Wer bei der CSS über gewisse Zusatzversicherungen verfügt, profitiert im Rahmen des so genannten «Gesundheitskontos» über Zusatzleistungen der CSS. Unter anderem besteht alle drei Jahre die Möglichkeit, sich einem Gesundheits-Check zu unterziehen. Bei der Variante «Balance» belaufen sich die Kosten auf 900 Franken. Davon übernimmt die CSS 720 Franken.

CSS Gesundheitskonto

 

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