(fotolia / Romolo Tavani)

Warum steigen die Prämien in der Grundversicherung jährlich?

Jedes Jahr werden im Herbst die Krankenversicherungsprämien für das kommende Jahr bekannt gegeben. Dies liefert viel Gesprächsstoff und führt zu einem grossen Medienecho. Doch warum steigen die Prämien Jahr für Jahr an?

Ein Blick auf die Kosten- und Prämienentwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Prämien steigen im Gleichschritt mit den Gesundheitskosten – dies seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996. Der Prämienanstieg hängt also direkt mit dem Kostenanstieg zusammen.

Die richtigen Fragen stellen

Da die Prämien parallel zu den Kosten steigen, lautet die Frage nicht „warum steigen die Prämien“, sondern „warum steigen die Kosten?“. Da die Prämien gemäss Gesetz kostendeckend sein müssen (vgl. KVAG Art. 16 Abs. 3), zieht ein Kostenanstieg unwillkürlich eine Steigerung der Prämien mit sich. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kontrolliert jedes Jahr vor Bekanntgabe der neuen Prämien, ob sich die Versicherer an das Gesetz halten: Prämien, welche die Kosten nicht decken, werden nicht bewilligt. Die Prämien sind also ein Spiegelbild der Kostenentwicklung und können nicht unabhängig von dieser betrachtet werden.

Warum steigen die Kosten kontinuierlich?

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Der Kostenanstieg zeigt: Es werden immer mehr Gesundheitsleistungen bezogen. Zusätzlich vergrössert sich stetig das Leistungsangebot, was zu Mengenausweitungen führt. Schliesslich werden durch den technischen Fortschritt die Möglichkeiten zur Erkennung und Diagnose aber auch zur Behandlung von Krankheiten immer vielfältiger. Aber auch der demografische Wandel lässt die Kosten ansteigen. Dank der sehr guten medizinischen Leistungen steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung stetig an, damit verbunden aber auch der Anteil an älteren Personen mit einem grösseren Bedarf an Gesundheitsleistungen.

Was tut die CSS gegen das Kostenwachstum?

Die CSS Versicherung unternimmt viel, um die Leistungskosten einzudämmen und so den Prämienanstieg zu dämpfen. Dank der strikten Kontrolle der knapp 17 Millionen Rechnungen, die bei der CSS eintreffen, können immense Summen eingespart werden. Zudem wird der Versicherungsmissbrauch konsequent bekämpft. Ein kleines Team geht aktiv gegen ungerechtfertigte Leistungsbezüge vor und spart damit grosse Summen zugunsten des Versicherungskollektivs ein. Darüber hinaus bietet die CSS zahlreiche Gesundheitsprogramme für Menschen mit chronischen Krankheiten an (wie beispielsweise Diabetes, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck). Durch die Betreuung und Begleitung dieser Personen können die Betroffenen besser mit ihrer Krankheit umgehen. So werden zugunsten der Prämienzahlenden Leistungskosten eingespart. Um Kosten einzusparen sind aber nicht nur die Versicherungen, sondern alle Akteure im Gesundheitswesen gefordert. Nur so kann verhindert werden, dass die Prämien weiterhin jedes Jahr so stark ansteigen. Wie Sie als Konsument Kosten einsparen können, erfahren Sie im Blogbeitrag „Wie kann ich Prämien sparen?“.

4 Kommentare zu “Warum steigen die Prämien in der Grundversicherung jährlich?

    1. Sehr geehrter Herr Walthard
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Gemäss Bundesamt für Gesundheit steigt die Standardprämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung um durchschnittlich 4.5 Prozent (das ist der Schweizer Schnitt bei einer 300er Franchise). Ihre Prämienerhöhung ist von verschiedenen Faktoren abhängig: von der Region in der Sie wohnen und vom Versicherungsmodell und der Höhe der Franchise. Deshalb kann die Prämienerhöhung 10% sein – obwohl sich im schweizerischen Schnitt die Standardprämie um durchschnittliche 4.5% erhöht. Zudem greift ab 2017 der verfeinerte Risikoausgleich. Dieser verteilt die Gelder zwischen den Krankenversicherern besser. Versicherer mit mehr Gesunden zahlen höhere Beiträge ein, Versicherer mit mehr Kranken erhalten mehr – damit wird die Solidarität im Gesundheitssystem (was sehr sozial ist) sichergestellt und macht die Jagd auf gesunde Versicherte unattraktiv. Je nach Versicherung kann es sein, dass Sie den Risikoausgleich nun in Ihren Prämien stark spüren.
      Bei weiteren Fragen zögern Sie nicht, sich wieder bei uns zu melden (socialmedia.team@css.ch).

      Freundliche Grüsse
      Ihre CSS Versicherung
      Judith Dissler

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