Grundversicherung: Was passiert mit meinen Prämien?
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Grundversicherung: Was passiert mit meinen Prämien?

Viele fragen sich, wohin die eingezahlten Prämien fliessen. Fakt ist: 96 von 100 Franken gehen zurück an unsere Kundinnen und Kunden, indem wir Leistungen vergüten.

96 von 100 Franken für Leistungen

Im 2016 zog die CSS Gruppe in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 4.5 Milliarden Franken Prämien ein. Davon flossen knapp 4.3 Milliarden Franken in medizinische Behandlungen und rund 98 Millionen Franken in Rückstellungen für Leistungen, die zwar bezogen aber noch nicht eingereicht wurden. Knapp 95.8% der Prämiengelder oder fast 96 von 100 eingezahlten Franken kommen also direkt unseren Versicherten zugute.

Weniger als 5% Verwaltungsaufwand

Comparis Effizienzlabel

Die CSS Gruppe besteht aus verschiedenen Anbietern. In der Grundversicherung sind die Arcosana AG, die CSS Kranken-Versicherung AG, die INTRAS Kranken-Versicherung AG sowie die Sanagate AG aktiv. Sie haben verschieden hohe Verwaltungskosten. Die Verwaltungskosten der gesamten Gruppe belaufen sich auf die im Text genannten 4.2%. Die CSS Kranken-Versicherung liegt mit 3.9% im 2015 sogar unter diesem Schnitt. Sie erhielt dafür das comparis.ch Effizienzlabel 2016.
Nur 4.2% wendet die CSS Gruppe für Personal, Verwaltungsräumlichkeiten, IT sowie Marketing und Werbung auf. Täglich verbessern wir zudem unsere Abläufe und internen Prozesse. Diese Bemühungen zahlen sich aus. Der Verwaltungsaufwand betrug 2015 4.5% und konnte im 2016 um 0.3% reduziert werden. So ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden die optimale Dienstleistung zu einem guten Preis.

Reserven geben Sicherheit

Alle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht 2016 . Darin wird auch ein Ergebnis in der Grundversicherung von rund 28 Millionen Franken ausgewiesen. Dieses Geld fliesst per Gesetz in die Reserven (bzw. das Eigenkapital) der CSS Gruppe. Denn ein Gewinn ist in der sozialen Grundversicherung nicht erlaubt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven geben Ihnen die Sicherheit, dass z.B. bei einer Grippeepidemie alle Leistungen bezahlt werden können. Denn in diesem Fall gehen viel mehr Menschen zum Arzt, weshalb höhere Kosten entstehen. In der Fachsprache bedeutet das: wir sind solvent, auch bei speziell grossen Risiken. Sind die Reserven genügend hoch, hat dies Auswirkungen auf die Prämien im Folgejahr. Wie im Blog „Prämienberechnung“ und „Aufsicht“ erklärt, prüft das Bundesamt für Gesundheit unsere Prämien, bevor wir sie veröffentlichen. Haben wir genügend hohe Reserven, erlaubt uns das Amt, die Prämien weniger stark zu erhöhen. Sind die Reserven zu tief, müssen wir dementsprechend die Prämien stärker erhöhen.

Reserven

Das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG) schreibt den Krankenversicherern in Art. 14 vor, dass sie Reserven bilden müssen, um die Solvenz sicherzustellen. Der Bundesrat bestimmt ein Modell zur Ermittlung der Mindesthöhe dieser Reserven. Mit einem Solvenztest wird geprüft, ob die Versicherer genügend Reserven haben.
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