Ärztliche Behandlung in Liechtenstein: Wichtige Neuerungen

Sie lassen sich in Liechtenstein von einem Arzt oder einem Zahnarzt behandeln? Neu dürfen wir die Kosten nur noch übernehmen, wenn Sie im Kanton St. Gallen oder Graubünden leben und der Arzt anerkannt ist.

Bis anhin konnten sich Versicherte mit Wohnsitz in der Schweiz im Fürstentum Liechtenstein von einem Arzt oder Zahnarzt behandeln lassen, sofern die Leistungen gesetzlich versichert waren. Das war im Rahmen des „kleinen Grenzverkehrs“ möglich. Die Kosten für eine solche Behandlung haben die Krankenversicherer übernommen, so hat es die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) vorgesehen.

Behandlung nur noch für Bewohner der Kantone St. Gallen und Graubünden

Aufgrund eines Bundesratsbeschlusses hat das Bundesamt für Gesundheit diese Regelung nun angepasst. Damit wir als Krankenversicherer ambulante Behandlungen in Liechtenstein übernehmen können, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Die behandelte Person hat ihren Wohnsitz entweder im Kanton St. Gallen oder Graubünden.
  • Der behandelnde Arzt in Liechtenstein ist in der sogenannten „liechtensteinischen Bedarfsplanung“ aufgenommen. Ob ein Arzt Teil dieser Bedarfsplanung ist, erfahren Sie auf der Seite der Liechtensteinischen Ärztekammer . Übrigens, Zahnärzte sind allesamt Teil der Bedarfsplanung und für die OKP zugelassen.

Ist eine – oder gar beide – der Bedingungen nicht erfüllt, gehen die Kosten für eine ambulante Behandlung zu Ihren Lasten. Ausnahmen sind aufgrund des Gesetzes nicht möglich.

Unser Tipp: Vergewissern Sie sich, dass beide Bedingungen erfüllt sind, bevor Sie sich in Liechtenstein ambulant behandeln lassen – so vermeiden Sie unnötige Kosten.

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