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Fördert Liebe die Gesundheit?

Kuscheln Sie sich durch den Wonnemonat Mai! Studien zeigen, was die Liebe bewirkt. So scheinen glückliche Paare weniger krank zu sein und sogar länger zu leben.

Das Herz rast, die Gedanken kreisen nur noch um die eine geliebte Person und die Welt steht Kopf. Den meisten von uns dürfte das Gefühl der ersten Verliebtheit in bester Erinnerung geblieben sein. Der anfängliche Rausch der Gefühle wandelt sich jedoch im Lauf der Zeit. Aus der ersten Verliebtheit wird – wenn die Parameter stimmen – eine stabile langjährige Liebesbeziehung. Solch eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Studien haben gezeigt, dass verheiratete Personen – insbesondere die Männer – länger leben und seltener zum Arzt müssen. Sie haben ein geringeres Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer und Lungenkrankheiten zu entwickeln.

Verheiratete Männer

Gemäss einer Studie aus Japan haben verheiratete Männer ein dreimal tieferes Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, als unverheiratete Männer. Quelle: BMC Public Health

Hormone spielen zentrale Rolle

In der ersten Phase einer Beziehung, dem Verliebtsein, sorgen die Hormone Dopamin, Adrenalin und Serotonin für den Rausch der Gefühle. Es werden dieselben Hirnareale stimuliert wie beim Kokain oder Opiatkonsum. Bei einer länger dauernden Beziehung spielt zunehmend das Bindungshormon Oxytocin – oft auch «Kuschelhormon » genannt – eine Rolle. Dieses Hormon mindert Angst und Stress und trägt dazu bei, dass wir anderen Menschen vertrauen. Zudem sorgt es dafür, dass sich die Partner treu sein können. Beide Partner schütten dieses Hormon in grossen Mengen während des Orgasmus, beim Zärtlichkeitsaustausch aus und die Frau zusätzlich während der Geburt und des Stillens.

Erstaunlich sind auch die folgenden, durch Studien belegten Tatsachen: Eine wiederholte Umarmung für mindestens 10 Sekunden

  • verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • senkt den Blutdruck,
  • reduziert Stress,
  • stimuliert das Immunsystem,
  • verringert das Depressionsrisiko,
  • mindert Ängste.

Vorsicht vor künstlichem Oxytocin

Das Zusammenspiel der Botenstoffe und Hormone in unserem Körper ist hochkomplex und deren Wirkungen sind vielfältig. Es wird deshalb noch jahrelange Forschung brauchen, bis die genauen Mechanismen vollständig verstanden und gegebenenfalls pharmazeutisch genutzt werden können. Deshalb wird von der Selbstanwendung von künstlichem Oxytocin, wie es zum Beispiel im Internet angeboten wird, dringend abgeraten. Viel sinnvoller ist es, mit dem oder der Liebsten ausgiebig zusammen zu kuscheln und die Beziehung liebevoll zu pflegen. In diesem Sinne: Kuscheln Sie sich durch den Wonnemonat Mai und geniessen Sie die wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung.

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