Zähne

Welche Nahrungsmittel sind gut für meine Zähne?

Regelmässiges und richtiges Zähneputzen hilft gegen Karies. Auch eine zahngesunde Ernährung ist wichtig. Denn Karies hat viele Verbündete.

Die Karies-Verbündeten haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen den Kariesbakterien ein angenehmes Umfeld schaffen, damit diese sich vermehren und den Zahnschmelz angreifen können. Dagegen sind wir nicht machtlos – vorausgesetzt, das Richtige kommt auf den Teller.

Die Feinde der Zähne

Wer oft Süsses nascht, unterstützt die Vermehrung von Kariesbakterien, die durch ihre Säure den Zahnschmelz zerstören und eine klebrige Schicht bilden, in der sie weiter wachsen – die Plaque. Nicht die Menge an Süssem, sondern die Häufigkeit ist entscheidend. Es wird empfohlen, den klebrig-süssen Genuss auf wenige Minuten am Tag zu beschränken und anschliessend die Zähne zu putzen, damit der Zucker möglichst kurz mit den Zähnen in Kontakt kommt.

Säurehaltige Lebensmittel und vor allem Getränke wie zum Beispiel Orangensaft greifen den Zahnschmelz direkt an, lösen die Mineralien daraus und machen die Zähne schmerzempfindlicher aber auch anfälliger für Karies. Früchte, Essig, alkoholische Getränke und vor allem Softdrinks enthalten viel Säure. Substanzen, die einen pH-Wert von weniger als 5.5 haben, sind schädlich für die Zähne. Cola fungiert mit einem pH-Wert von ca. 2.6 leider in der „Zahngiftklasse“. Nach dem Verzehr von saurem Essen und Trinken sollte der Mund mit Wasser gespült werden. Mit dem Zähneputzen sollte unbedingt eine halbe Stunde gewartet werden. Die Borsten der Zahnbürste schaden sonst dem von der Säure angegriffenen Zahnschmelz.

Die Freunde der Zähne

Essen wir Vollkornbrot, rohes Gemüse oder Früchte mit Schale (beispielsweise Äpfel), müssen wir kräftig Kauen. Das ist gut so, denn damit wird der Speichelfluss angeregt. Dazu eignen sich auch zuckerfreie Kaugummis. Der Speichel neutralisiert die Säuren und sorgt für ein gesundes Milieu im Mund. Kalziumhaltige Lebensmittel wie Milch und andere Milchprodukte, grünes Gemüse, Mandeln und kalziumreiches Mineralwasser stärken den Zahnschmelz. Käse soll zudem eine Wirkung haben, die den Kariesbakterien den Garaus macht. Auch grüner und vor allem schwarzer Tee (ungezuckert) schützen so vor Karies. Fluoride helfen ebenfalls bei der Remineralisation der Zähne und somit gegen Karies. Wir können unseren Zähnen Fluoride über die Nahrung zuführen (Fisch, Krustentiere, fluoridhaltiges Mineralwasser, fluoridiertes Speisesalz). Zudem gibt es Zahnpasten, Gelees und auch Fluoridtabletten. Achtung, bei Kindern ist mit zu viel Fluoridtabletten oder dem Schlucken von fluoridhaltiger Zahnpasta eine unerwünschte Überversorgung möglich.

Aber nicht vergessen: das wichtigste im Kampf gegen Karies ist jedoch eine gute Mundhygiene, also regelmässiges und richtiges Zähneputzen.

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