Was hilft gegen Frühjahrmüdigkeit?
(Gettyimages)

Was hilft gegen Frühjahrmüdigkeit?

Wenn die Tage wieder länger werden, erfasst manche Menschen eine bleierne Müdigkeit. Wir zeigen, wie Sie wieder auf Touren kommen.

Die Temperaturen steigen, alles blüht – nach den kalten, dunklen Nächten wird der Frühling geradezu herbeigesehnt. Trotzdem fühlen sich viele Menschen in dieser Zeit, in der draussen das Leben erwacht, ungewöhnlich antriebslos und müde. Die so genannte «Frühlingsmüdigkeit» existiert tatsächlich. Sie ist Ausdruck davon, dass wir Teil des Kreislaufes der Natur sind; sowohl der Lichtmangel während der Winterzeit als auch die hormonelle Umstellung hinterlassen ihre Spuren.

Hormonumstellung macht müde

Wie die Tiere im Winterschlaf fährt der Mensch seine Körpertemperatur im Winter leicht herunter, der Lichtmangel führt zu einer tendenziell passiveren Lebensweise. Wird es draussen wieder wärmer, nimmt auch die Körpertemperatur leicht zu, Stoffwechsel und Hormonhaushalt stellen sich auf die neuen Lichtverhältnisse ein. Die Blutgefässe weiten sich, der Blutdruck sinkt. Alle diese Prozesse können den Betroffenen vorübergehend die Energie nehmen. Schätzungen gehen davon aus, dass rund jeder zweite Erwachsene im Frühling zuerst eine saisonspezifische Müdigkeit überwinden muss, bevor er auf Touren kommt. Wer dieser bleiernen Müdigkeit entkommen will, achtet am besten auf die Ernährung, auf genügend Bewegung im Freien – und natürlich auf ausreichend Schlaf:

Ausreichend Schlaf

Wer sich an möglichst regelmässige Schlafzeiten hält, kommt besser mit der Umstellung der Hormone zurecht: Mit dem zunehmenden Tageslicht produziert der Körper wieder mehr Serotonin und fährt im Gegenzug die Melatoninproduktion herunter.

Ausgewogene Ernährung und viel Wasser

Was sich eigentlich das ganze Jahr über empfiehlt, kann sich im Frühling besonders positiv auswirken: viel Wasser trinken und auf leichte statt schwere Kost setzen, insbesondere auf saisonales Obst und Gemüse. So nimmt man garantiert genügend Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe zu sich. Es geht dabei aber nicht darum, einen allfälligen Vitaminmangel auszugleichen – auch über die Wintermonate lässt sich der Körper mit dem heutigen Ernährungsangebot ohne Probleme mit ausreichend Vitaminen versorgen. Einzig beim Vitamin D, das der Körper über die UV-B-Strahlen selber herstellt, sind Mangelerscheinungen keine Seltenheit.

Genügend Bewegung im Freien

Sport treiben tut im Frühling besonders gut, insbesondere in den Morgenstunden. Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren regen den Kreislauf an und vertreiben die Müdigkeit. Empfohlen wird eine tägliche Bewegungszeit von mindestens 30 Minuten. Warum nicht etwas mehr Bewegung in den Alltag einbauen und zum Beispiel eine Busstation früher aussteigen? Sehr wirksam, um den Kreislauf anzuregen, sind auch Wechselduschen oder Morgengymnastik.

Vorsicht

Hinter der Müdigkeit kann auch Eisenmangel stecken. Vor allem Frauen sind wegen der Monatsblutung häufig betroffen. Bei anhaltender Erschöpfung sollten die Betroffenen beim Arzt die Blutwerte messen lassen.

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