(fotolia / Henry Schmitt)

Pollenalarm – was blüht mir da?

Mehr Helligkeit, wärmere Temperaturen, erwachende Natur – der Frühling ist da und zieht uns nach draussen. Auch die Pollen sind wieder unterwegs und machen den Pollenallergikern das Leben schwer.

Welche Beschwerden treten auf?

Die Pollen gelangen über die Luft in Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund, Nase oder Augen. Es kommt zu folgenden Symptomen:

  • Niesreiz, Fliesschnupfen oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende und gerötete Augen
  • Juckreiz in Gaumen , Nase und Ohren
  • Allergisches Asthma

Die Pollenallergie tritt selten vor dem dritten Lebensjahr auf. In der Regel beginnen die Beschwerden ab dem Schulalter.

Pollenalarm: Warum reagieren wir auf die Pollen?

Ausgelöst wird der Heuschnupfen durch Blütenstaub der Pflanzen. Dieser dient der natürlichen Befruchtung der Pflanzen und wird durch Insekten oder den Wind übertragen. Die auslösenden Pollenarten stammen meist von Gräsern (Heu), von Bäumen (Birke, Hasel etc.) oder von (Un-)Kräutern (z.B. Ambrosia). Die Blütezeit ist ganz unterschiedlich. Eine geringe Menge genügt um allergische Reaktionen auszulösen. Die Veranlagung zur Pollenallergie ist meist vererbt.

Was sind die gängigsten Behandlungsmethoden?

Bei starker allergischer Reaktion hilft oft nur noch der Gang zum Arzt. Die Verwendung von Antihistaminika oder Kortison sowie die Desensibilisierung gehören zu den gängigsten Behandlungsmethoden. Die anfallenden Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, wenn die Medikamente vom Arzt verordnet wurden.

  • Antihistaminika: Das bei einer allergischen Reaktion freigesetzte Histamin ist für die unangenehmen Symptome verantwortlich. Manche Antihistaminika sind rezeptpflichtig. Sie schwächen die Wirkung des körpereigenen Histamins ab und dadurch auch die Beschwerden.
  • Kortison: Arzneimittel mit Kortison sind rezeptpflichtig. Kortison wirkt bereits kurz nach der Anwendung entzündungshemmend. Längere Anwendungen und eine hohe Dosierung können Nebenwirkungen hervorrufen.
  • Desensibilisieren: Die Desensibilisierung darf nur von einem Arzt vorgenommen werden. Damit sich der Körper an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt und eine schwächere oder keine Abwehrreaktion mehr auslöst, werden ihm die Allergene mit langsam steigender Dosierung gespritzt. Die Behandlung ist regelmässig durchzuführen und dauert drei bis fünf Jahre.

Viele Menschen sprechen auch auf homöopathische Mittel und auf die Traditionelle Chinesische Medizin ausgesprochen gut an. Beide Behandlungsarten sind im Übrigen gut mit der Schulmedizin kombinierbar – genauso ergänzt die Alternativversicherung die Leistungen der Grundversicherung.

» CSS Gesundheitslexikon: Allergie
» Hausmittel finden
» www.pollenundallergie.ch

 

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