Kreislaufprobleme bei Hitze: Was am besten dagegen hilft

Kreislaufprobleme bei Hitze: Was am besten dagegen hilft

Bei Hitze kämpfen viele Menschen mit Kreislaufproblemen. Hilfreich sind einfache Verhaltensregeln. Ausreichend trinken ist eine der wichtigsten.

Der Sommer 2019 startet mit Temperaturen über 35 Grad und in den nächsten Tagen ist kein Ende der Hitzewelle in Sicht. Rekordsommer wie jener vom vergangenen Jahr haben auch Schattenseiten, denn sie können den Organismus stark belasten:

  • Ist es draussen sehr heiss, versucht der Körper mit aller Kraft, seine normale Temperatur von zirka 37 Grad aufrechtzuerhalten. Die Blutgefässe weiten sich, damit sie Wärme besser abgeben können. Dadurch sinkt der Blutdruck. Menschen mit ohnedies schwachem Kreislauf können darauf mit Schwindel oder gar Ohnmacht reagieren.
  • Schwitzen schützt den Körper vor Überhitzung. Er verliert mit dem Schweiss aber auch Wasser und Salze. Gleicht man den Verlust nicht aus, kann es zur Hitzeerschöpfung kommen. Typische Symptome sind Schwäche, blassgraue und feuchtwarme Haut, Muskelkrämpfe, Übelkeit, Verwirrtheit sowie Schwindel und Ohnmacht. Bei letzterem spricht man von einem Hitzekollaps.
  • Aus einer Hitzeerschöpfung kann sich ein gefährlicher Hitzschlag entwickeln, bei dem immer ein Notarzt gerufen werden muss. Ein Hitzschlag wird oft mit einem Sonnenstich verwechselt. Bei diesem aber waren Kopf und Nacken zu langem direktem Sonnenlichte ausgesetzt.

Belastend für Säuglinge und Senioren

Hitze kann auch gesunden Menschen zu schaffen machen. Besonders gefährdet sind jedoch chronisch Kranke, weil ihr Organismus bereits geschwächt ist und die hohen Temperaturen zusätzlich belastend wirken. Vorsicht ist zudem bei Säuglingen und Senioren geboten.

Denn: Babys und Kleinkinder können wegen ihrer kleineren Hautoberfläche weniger Wärme durchs Schwitzen abgeben und leiden daher eher an Überhitzung. Bei älteren Menschen funktioniert hingegen die Wärmeregulierung nicht mehr so gut, auch ihr Durstempfinden nimmt ab. Ausreichend trinken ist bei Hitze aber unerlässlich. Chronisch Kranke besprechen am besten mit ihrem Arzt, welche Trinkmenge für sie geeignet ist.

Kreislaufprobleme bei Hitze: Was dagegen hilft

  • Besser öfter kleinere Mengen statt viel auf einmal trinken.
  • Sehr kalte Getränke meiden, sie veranlassen den Körper, mehr Wärme zu produzieren. Geeignet sind Leitungs- oder Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees sowie Fruchtschorle. Damit lassen sich auch Elektrolyte und Mineralstoffe ersetzen, die durchs Schwitzen verloren gegangen sind.
  • Schweres und üppiges Essen vermeiden. Lieber nur halbe Portionen essen sowie Leichtverdauliches oder Kaltschalen wählen.
  • Einfach und effektiv: kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Armgüsse und Fussbäder oder kühlende Tücher und Umschläge wirken ebenfalls erfrischend.
  • Helle, lockere, luftdurchlässige Kleidung sowie eine Kopfbedeckung tragen.
  • Körperliche Anstrengung vermeiden. Sich möglichst drinnen oder im Schatten aufhalten, besonders in den Mittagsstunden, wenn die Hitze am stärksten ist.
  • Bei Kreislaufproblemen: Beine hochlagern, einengende und schweisstreibende Kleidung ausziehen. Gesicht und Körper mit kühlem Wasser benetzen oder besprühen. Wasser trinken. Wird es nicht besser oder wird jemand ohnmächtig, einen Arzt rufen.

 

Vorsicht beim Sprung ins kalte Wasser

Wer überhitzt ins kalte Wasser springt, löst eine Stressreaktion im Körper aus. Bei extremen Temperaturunterschieden verengen sich die Adern schlagartig, das Blut kann nicht mehr richtig zirkulieren und der Blutdruck steigt an. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Kälteschock, Ohnmacht oder einem Herzinfarkt führen. Deshalb empfiehlt die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft langsam in das kalte Wasser zu steigen oder sich vorher abzuduschen. So hat der Körper die Chance, sich an das kalte Wasser zu gewöhnen.

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