Blutdruck messen

Blutdruck messen: Darauf kommt es an

Ab dem 18. Lebensjahr sollte man mindestens einmal im Jahr den Blutdruck messen, entweder beim Arzt, in der Apotheke oder zu Hause. Worauf es dabei ankommt.

Seinen Blutdruck zu kennen, ist vor allem aus einem Grund wichtig: Ist er permanent zu hoch, sind Organe und Gefässe in Gefahr. Das Tückische daran ist, dass Bluthochdruck weder Schmerzen noch andere Beschwerden verursacht. Er bleibt oft lange unerkannt und wird deshalb auch als «stiller Killer» bezeichnet.

Frühzeitig diagnostiziert und behandelt, sinkt das Risiko für Folgekrankheiten wie Herzinfarkt oder Hirnschlag aber deutlich, heisst es bei der Schweizerischen Herzstiftung. Und dabei hilft das regelmässige und richtige Blutdruckmessen.

 

Blutdruck richtig messen: Gewusst wie

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Falsche Werte ausschliessen

Gut zu wissen: Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages, was völlig normal ist. Er steigt morgens nach dem Aufstehen an und sinkt gegen Mittag wieder. Seinen Höchstwert erreicht er am Abend, im Schlaf ist er am niedrigsten. Auch gibt es vorübergehende Schwankungen, etwa wenn sich jemand körperlich anstrengt oder aufregt, zudem bei Stress oder Schmerzen.

So beugen Sie Bluthochdruck vor

Die meisten Risikofaktoren für Bluthochdruck können wir selbst beeinflussen. Die Schweizerische Herzstiftung gibt in Ihrer Broschüre zu Bluthochdruck vorbeugen Tipps, wie Sie Ihren Lebensstil verändern können.
Bekannt ist der «Weisskitteleffekt». Er lässt den Blutdruck angesichts einer medizinischen Fachperson oder allein schon wegen des Aufenthalts in einer Praxis oder Klinik in die Höhe schnellen. In diesem Fall kann das Messen daheim zeigen, ob die Werte tatsächlich zu hoch sind. Grundsätzlich gilt: Eine einmalige Bestandsaufnahme reicht nicht. Wichtig ist, den Blutdruck mehrmals zu bestimmen.

 

Wer den Blutdruck selbst misst, sollte auf folgende Punkte achten:

Beim Kauf eines Gerätes:

Digitale Blutdruckmessung

Den Blutdruck mit einer App messen – auch dies ist heute möglich. Der Nutzer drückt dafür einfach seinen Finger an die Handykamera. Nach 30 Sekunden hat ein Algorithmus den Blutdruck ausgerechnet. Mehr Infos zur App und dem Projekt dahinter: www.rivadigital.ch

 

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  • Geeignet sind Oberarm- oder Handgelenk-Geräte. Probieren Sie im Fachgeschäft aus, womit Sie besser zurechtkommen. Wichtig bei Oberarm-Geräten: Die Manschette muss gut sitzen.
  • Das Gerät sollte den Schweizer Normen entsprechen, kalibriert und klinisch geprüft sein.
Beim Blutdruck messen:
  • Das erste Mal an beiden Armen messen, dann stets an jenem Arm, an dem die Werte höher waren.
  • Messungen morgens einplanen, nachdem man auf der Toilette war und vor dem ersten Kaffee.
  • Nehmen Sie sich Zeit und entspannen Sie sich mindestens fünf Minuten.
  • Setzen Sie sich auf einen Stuhl, den Rücken angelehnt, die Beine nicht überkreuzt. Legen Sie den – entkleideten – Arm auf den Tisch.
  • Die Oberarm-Manschette befindet sich automatisch auf Höhe des Herzens. Bei Messungen am Handgelenk dafür den Arm anwinkeln.
  • Dann den Blutdruck messen. Zwei Minuten warten, nochmals messen. Liegen die beiden Werte stark auseinander, eine dritte Messung vornehmen. Entscheidend ist der Mittelwert der letzten beiden Messungen.
  • Obere (systolische) und untere (diastolische) Werte zusammen mit Datum und Uhrzeit im Blutdruckpass notieren und die Ergebnisse mit seinem Arzt, seiner Ärztin besprechen.

 

 

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