Nackenschmerzen lösen: Welche Hausmittel helfen?
(Gettyimages)

Nackenschmerzen lösen: Welche Hausmittel helfen?

Ob durch psychischen Stress, Fehlhaltungen im Alltag oder einem Unfall hervorgerufen – Nackenverspannungen sind weitverbreitet, denn jeder zweite leidet einmal im Leben an Nackenschmerzen. Wird es ganz schlimm, kann man den Kopf nicht mehr richtig bewegen und die Schmerzen strahlen in Arme oder Kopf aus. Was lindert kurzfristig, was hilft langfristig?

In den meisten Fällen kommen die Schmerzen von verspannten Nackenmuskeln. Um die Nackenschmerzen langfristig loszuwerden, sollte man die Ursachen kennen und beheben. Dennoch gibt es einfache Hausmittel, wie Sie kurzfristig gegen den Nackenschmerz vorgehen können.

Durchblutung anregen

Auslöser von Nackenschmerzen vermeiden

• Kälte und Zug vermeiden
• Stress vermeiden oder reduzieren: es mag trivial klingen, ist zugleich aber eine der Hauptursachen für sämtliche Verspannungen.
• Einseitige Körperhaltung im Büro, im Auto, Fliessband oder «Über-Kopf-Arbeiten» vermeiden
• Sehvermögen testen
Das Problem verspannter Muskeln oder Faszien ist, dass das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet wird. Deshalb ist es wichtig, die Durchblutung anzuregen. Wie geht das? Die Möglichkeiten sind vielfältig – kombiniert haben sie eine noch grössere Wirkung.

 

  • Wärme: Wärme durch einen Umschlag oder eine Wärmeflasche, ist ein klassisches Hausmittel zum Lösen von Nackenverspannungen. Die Wärme einer Infrarot Lampe geht einige Millimeter unter die Hautschicht. Mit ihr können bestimmte verspannte Nackenpartien bestrahlt werden.

 

  • Wechseltemperatur: Auch Wechselduschen regen die Durchblutung an. Dazu duscht man den Körper mit kaltem und heissem Wasser abwechselnd ab. Für die Beine ein viel verwendets Mittel, ist die Wechseldusche im Nacken für viele eher unangenehm. Statt Wechselduschen kann mann auch abwechselnd Kälte- und Wärmepads anwenden. Sie können direkt auf der schmerzenden Stelle aufgelegt werden.

 

  • Ätherische Öle: Ein beliebtes Mittel bei Verspannungen ist, den Nacken mit ätherischen Ölen einzureiben. Gegen Nackenschmerzen eignen sich zum Beispiel Arnika, Lavendel, Kampfer (nicht bei Schwangeren) und Pfefferminz.Ätherische Öle mischt man mit Öle wie Olivenöl, Jojobaöl oder Mandelöl. Sie eignen sich hervorragend zur Massage und werden so direkt auf die Haut aufgetragen. Dazu gibt man ca. 15 Tropfen des ätherischen Öls in einen Deziliter Pflegeöl.

 

  • Kinesio-Tape: Durch das elastische Klebeband mit wellenförmig angelegtem Klebeband soll die Durchblutung anregen und Schmerz- und Temperaturrezeptoren stimulieren. Sie können zum Beispiel verhärtete Bereiche besser durchbluten oder stützen und entlasten.

 

  • Bewegen ist immer noch eines der besten Mittel um den Muskel zu durchbluten. Gleichzeitig kann so eine der Hauptursachen für Nackenschmerzen behoben werden: zu wenig oder einseitige Bewegung. Es braucht nicht unbedingt immer ein komplettes Training. Schon kleine Bewegungen und Mobilisationen entkrampfen den Muskel. Auch beim lockeren Laufen wird der Nackenmuskel durchblutet und bewegt.

 

  • Massage: Massage ist unbestritten eines der besten Mittel um Verspannungen zu lösen, denn sie reicht bis tief unter die Hautoberfläche. Am Nacken kann man sich auch gut selbst massieren. Die Eigenmassage ist zwar nicht ganz so effektiv wie eine professionelle Massage, dafür kann man sie einfach im Alltag anwenden.

 

Wann machen Schmerzmittel Sinn?

Übungen, die die Halswirbelsäule herausfordern

Einseitige Positionen unterfordern die Halswirbelsäule einerseits, überfordern sie aber auch, weil sie oft über Stunden in der gleichen Position gehalten werden. Geeignete Übungen beugen Verspannungen vor und helfen gegen Schmerzen.
Schmerzmittel können Sinn machen – als «Initialzündung», zur Unterbrechung des Teufelskreises sozusagen. Denn häufig verspannen wir uns noch mehr, wenn wir Schmerzen haben. Das Gewebe wird also noch schlechter durchblutet. Bei starken Schmerzen kann deshalb im Einzelfall auch mal helfen, ein Schmerzmittel zu nehmen. Allerdings nur über kurze Zeit und im besten Fall in Kombination mit Massnahmen, die die Nackenschmerzen langfristig behandeln und die Ursache beheben. Besser ist es, auf natürliche Schmerzstiller, wie ätherische Öle zurückzugreifen.

Nackenverspannungen langfristig vermeiden

Um langfristig Nackenverspannungen «loszuwerden» oder zu vermeiden, dass sie immer wieder kommen, ist es entscheidend die Ursachen und Auslöser zu kennen. Fehlhaltungen kann man zum Beispiel vermeiden,indem man den Nacken trainiert.

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