Tipps bei asthma
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Tipps bei Asthma: für einen beschwerdefreien Alltag

Das Leben mit Asthma erfordert von Betroffenen ein gewisses Mass an Selbstdisziplin. Wer richtig mit der Erkrankung umgeht, kann aber ein weitgehend beschwerdefreies und normales Leben führen. Unsere Tipps für den Alltag.

1. Allergisches Asthma – Allergene meiden

Die grössten Auslöser für Asthmaanfälle sind Allergene. Behandeln Sie deshalb Ihre Allergien und gehen Sie den Allergenen im Alltag so gut wie möglich aus dem Weg.

Zu den häufigsten Allergenen gehören:

  • Pollen
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilzsporen
  • Tierhaare
  • Im Beruf vorkommende Substanzen wie z.B. Mehlstaub

2. Reizfaktoren minimieren

Unsere Bronchien reagieren auf die Luft, die wir einatmen. Ist es neblig, kalt oder es gibt gewisse Reizstoffe in der Luft, schwellen die Bronchien an – egal ob Sie an allergischem oder nicht-allergischem Asthma leiden. Vermeiden Sie daher:

  • Tabakrauch
  • Lufterfrischer
  • Parfums
  • Haarspray
  • Luftschadstoffe wie Ozon oder Abgase

3. Richtige Behandlung

Fehler bei der täglichen Behandlung von Asthma schleichen sich oft unbemerkt ein. Setzen Sie sich mit Ihrer Behandlung auseinander und verbessern Sie so die Kontrolle über Ihr Asthma. Es lohnt sich, zwischendurch zu überprüfen ob Sie die Medikamente richtig anwenden.

  • Lernen Sie den korrekten Umgang mit Ihrem Inhalator. Nur so kann das Medikament richtig wirken. Auf der Webseite der Lungenliga finden Sie Videoanleitungen zu den verschiedenen Inhalationsgeräten.
  • Kinder benutzen am besten Vorschaltkammern oder Masken
  • Machen Sie regelmässige einen Asthma-Kontrolltest: www.asthmacontrolltest.com

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Zusammen mit dem aha! Allergiezentrum Schweiz und den medinform Atemwegsapotheken bieten Ihnen wir verschiedene Angebote wie Gruppenschulungen, Jugendcamps und persönliche Beratung.

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4. Richtiges Vorgehen bei einem Asthmaanfall

Je unvorbereiteter Sie eine akute Atemkrise meistern müssen, desto mehr Mühe werden Sie haben. Besprechen Sie Ihren persönlichen Notfallplan mit Ihrem Arzt. Es ist auch sinnvoll, Ihr Umfeld darüber aufzuklären, wie Ihnen bei einem Anfall am besten geholfen werden kann.

Massnahmen beim Asthmaanfall:

  • Nehmen Sie eine atemerleichternden Körperhaltung wie den Kutschersitz (mit vorgebeugtem Oberkörper hinsetzen und die Arme auf den Oberschenkeln abstützen) oder die Torwartstellung (breitbeinig hinstellen, den Oberkörper leicht vorbeugen und die Hände auf den Oberschenkeln abstützen) ein.
  • Atmen Sie ruhig und langsam gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen aus (Lippenbremse).
  • Inhalieren Sie mithilfe Ihres Inhalationsgerätes tief und ruhig ein schnellwirkendes, bronchialerweiterndes Medikament ein.
  • Tritt nach wenigen Minuten keine Besserung ein, nehmen Sie die Notfallmedikamente, wie Sie es vorgängig mit Ihrem Arzt besprochen haben.
  • Trinken Sie regelmässiges etwas Warmes, um den zähen Schleim zu verflüssigen.
  • Helfen alle diese Massnahmen nichts, alarmieren Sie umgehend den Arzt oder Notfalldienst.

5. Bronchien pflegen

Überempfindliche Bronchien fordern bei Asthmapatienten besondere Aufmerksamkeit. Trinken Sie genug, um den Schleim in den Atemwegen möglichst dünnflüssig zu halten. Vermeiden Sie ausserdem den Kontakt mit Personen, die an einer viralen Erkrankung wie der Grippe leiden, und kurieren Sie Erkältungen und Schnupfen besonders gut aus.

6. Entspannt atmen

Richtig und entspannt zu atmen, ist gerade für Menschen mit Asthma sehr wichtig. Trainieren Sie Ihre Atemtechnik und verbessern Sie die Atmung als Ganzes. So verringern Sie das Risiko von Atemnot.

7. Sport machen

Wer sich nicht bewegt, schwächt die Lunge, das Herz, die Gefässe und die Muskeln. Menschen mit Asthma sind genauso leistungsfähig wie andere. Vor allem Ausdauersportarten eignen sich gut für Asthmatiker. Wichtig: Wärmen sie sich bei den Trainings gut auf und starten Sie langsam, um auch Ihrem Bronchialsystem Zeit zu geben, sich an die steigende Anstrengung zu gewöhnen.

8. Psychischen Stress vermeiden

Bei starken Gefühlen wie Wut, Angst oder Freude spannt sich Ihr Körper an, was Atemnot und Husten auslösen kann. Deshalb ist es wichtig, dass Sie in der Lage sind, sich wieder zu entspannen. Finden Sie die Entspannungsmethode, die Ihnen am meisten zusagt. Üben Sie diese regelmässig. Denn je selbstverständlicher diese Entspannungstechnik für Sie ist, desto schneller und einfacher wirkt sie – auch bei akutem Stress.

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