Mein Kind hat Asthma – was tun?
(Gettyimages)

Mein Kind hat Asthma – was tun?

Kinder mit Asthma können einen nahezu normalen Alltag leben – sofern das Asthma konsequent und richtig behandelt wird. Je früher sich ein Kind an die Krankheit gewöhnt, desto besser kommt es im Alltag zurecht.

Asthma frühzeitig erkennen

Wird Asthma bei Kindern frühzeitig erkannt und behandelt, besteht die Chance, dass es als Erwachsener nicht mehr darunter leidet oder zumindest die Beschwerden deutlich abnehmen. Wie Sie Asthma bei Ihrem Kind erkennen, lesen Sie im Blog «Asthma Symptome»

Regelmässig inhalieren

Regelmässiges Inhalieren ist das A und O bei der Behandlung von Asthma. Beim Inhalieren werden die Atemwege entweder mit einer Kochsalzlösung befeuchtet oder mit Medikamenten, wie Kortison, versorgt.

Kinder inhalieren am besten mit einem elektrischen Gerät mit Mundstück. Für Säuglinge und Kleinkinder ist es am einfachsten, ein Gerät mit Maske zu benützen.

Eine Sitzung dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Lassen Sie Ihr Kind besser nicht kurz vor dem Schlafengehen inhalieren. Durch das Inhalieren löst sich der Schleim in den Bronchien und muss abgehustet werden.

Keine Angst vor Kortison

Kortison hat aufgrund seiner möglichen Nebenwirkungen einen eher schlechten Ruf. Bei der Behandlung von Asthma können Sie aber beruhigt sein. Wird Kortison inhaliert, gelangt es nicht den ganzen Organismus, sondern es wirkt lokal, dort wo es gebraucht wird: in den Atemwegen. Ausserdem ist die Dosierung bei Asthma im Vergleich zu anderen Krankheiten sehr gering.

Das grösste Risiko beim regelmässigen Inhalieren von Kortison sind Heiserkeit oder Hefepilzbefall in Mund und Rachen. Diese Nebenwirkung verhindern Sie, indem Ihr Kind nach dem Inhalieren entweder etwas isst, trinkt, die Zähne putzt oder den Mund ausspült.

Allergien behandeln und Allergieauslöser meiden

Allergieauslösern – und somit auch Asthmaauslösern – aus dem Weg zu gehen, ist ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung von allergischem Asthma. Dies ist aber teilweise schwierig bis unmöglich. Kein Kind möchte während der Pollensaison immer daheimsitzen oder den geliebten Kater abgeben.

Allergien lassen sich zum Beispiel durch eine Immuntherapie (auch Hyposensibilisierung genannt) behandeln. Der Körper wird dabei schrittweise gegen das Allergen unempfindlich gemacht. Für diese Behandlung sollten Kinder in der Regel mindestens fünf Jahre alt sein.

Sport treiben

Körperliches Training verbessert die Lungenfunktion. Kinder mit Asthma sollten deshalb ebenfalls am Sportunterricht teilnehmen. Informieren Sie die Lehrperson über die Asthma-Diagnose Ihres Kindes, damit sie über mögliche Asthma-Anfälle vorgewarnt ist und die folgenden Hinweise beachten kann:

  • Genügend aufwärmen. Nicht von Null auf Hundert starten.
  • Wenn die Anstrengung zu gross wird, darf das Kind jederzeit abbrechen. Lassen Sie es nicht bis an die Grenze gehen.
  • Auch beim Sport gilt es, Allergieauslösern möglichst aus dem Weg zu gehen. Das heisst: keine verstaubten Turnhallen und zu Pollenflugzeiten nicht im Freien turnen.
  • Der Akutspray ist immer dabei!

Sicherheit im Umgang mit Asthma

Damit Kinder den richtigen Umgang mit ihrer Krankheit lernen, bieten wir zusammen mit dem aha! Allergiezentrum Schweiz diverse Programme, wie Schulungen, Jugendcamps und Kinder-Ferienlager an. Auf dem Youtube-Kanal der Lungenliga Schweiz finden Sie ausserdem kurze Videos, die Ihrem Kind seine Erkrankung und den Umgang damit erklären.
  • Newsletter abonnieren

    Profitieren Sie von unserem monatlichen Newsletter zu den Themen Gesundheit, Fitness, Ernährung, Prämien sparen und mehr.

Ein Kommentar zu “Mein Kind hat Asthma – was tun?

  1. Sehr geehrte Frau Hegglin.
    Für Asthma gibt es ein fast unbekanntes „Ei des Columbus“.
    Man drückt bewusst und kräftig die Lippen zusammen und erlebt den Rückgang der Anzeichen der Krankheit wie Pfeifen in der Lunge und die so verstörende Atemnot. Dieser Wirkung liegt die asiatische Medizin zugrunde mit den Nervendruckpunkten. Einige dieser Punkte werden bei Druck an einer Lippe getätigt und so die Bronchien entspannt.
    Noch überzeugender ist die Wirkung freilich, wenn man mit einem Finger in die Rinne (Philtrum) zwischen Nase und Oberlippe drückt
    Also drückt man beharrlich die Lippen zusammen und übt. Ich hatte chronisches Asthma. Es verschwand mit der Lippenübung, obschon die Symptome in der Pollenzeit sehr belastend waren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert.*