Ist Asthma heilbar? Weitere Mythen & Fakten zu Asthma
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Ist Asthma heilbar? Weitere Mythen & Fakten zu Asthma

Asthma ist weit verbreitet – genauso verbreitet sind falsche und richtige Aussagen zu der Krankheit. Wir klären auf.

1. Nur Allergiker haben Asthma: Falsch!

Allergisches Asthma ist zwar mit 30-80% vor allem bei Kindern die häufigste Form von Asthma. Auslöser sind unter anderem Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen.

Es gibt aber auch nicht-allergisches Asthma. Dies tritt oft erst im Erwachsenenalter auf. Die Ursache für nicht-allergisches Asthma ist bisher unklar. Meist geht es mit chronischem Schnupfen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen einher und wird durch intensive körperliche Anstrengung, Infektionen, Reaktionen auf Medikamente oder Reizstoffe in der Luft beeinflusst.

2. Asthma ist heilbar: Sozusagen richtig (bei Kindern).

Asthma gilt grundsätzlich als chronische Erkrankung. Trotzdem bestehen Hinweise, dass sich bei der Hälfte der Kinder mit einem allergischen Asthma die Krankheit verbessert oder die Beschwerden sogar ganz verschwinden (Spontanremission). Diese Chance besteht, wenn das Bronchialasthma bei Kindern frühzeitig erkannt, die Auslöser gemieden, konsequent behandelt und kontrolliert wird.

Die Wahrscheinlichkeit für ein „spontanes“ Verschwinden sinkt mit zunehmenden Alter.

3. Asthmatiker sollten keinen Sport machen: Falsch!

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Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass ein regelmäßiges sportliches Training in angepasster Intensität die Symptome der Krankheit verbessern und die Häufigkeit und Schwere der Anfälle verringern kann. Asthma und Sport schließen sich also auf keinen Fall aus – im Gegenteil!

Sehr geeignet sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Walken aber auch Tanzen. Wichtig ist dabei, dass man das Training in vernünftigen Einheiten schrittweise aufbaut und nur bei einem kontrollierten Asthma durchführt.

4. Sobald keine Symptome mehr auftreten, kann man die Behandlung beenden: Falsch!

Spürt man im Alltag keine Symptome und Einschränkungen mehr, hat man das Asthma unter Kontrolle. Wer aber deswegen mit der Behandlung aufhört, geht das Risiko ein, die Symptome wieder auszulösen. Patienten sollten ihre Medikation daher nicht eigenmächtig reduzieren oder gar absetzen: Unbehandeltes Asthma kann zu (lebensbedrohlichen) Anfällen führen.

5. Kortison bei Asthma – das schadet doch meinem Körper: Falsch!

Kortison hat aufgrund seiner möglichen Nebenwirkungen einen schlechten Ruf. Bei der Behandlung von Asthma können Sie aber beruhigt sein.

Wenn der Inhalier-Spray korrekt benutzt wird, gelangt das Kortison gezielt in die Bronchialschleimhaut, drängt dort die Entzündung zurück und belastet den Organismus insgesamt kaum. Die Dosierung ist bei der Behandlung von Asthma im Vergleich zu übrigen Krankheiten ausserdem geringer.

Das grösste Risiko beim Inhalieren von Kortison ist Hefepilzbefall in Mund und Rachen oder Heiserkeit. Das kann einfach vermieden werden, indem man nach der Inhalation etwas isst oder trinkt, die Zähne putzt oder den Mund ausspült.

6. Die Luft hat einen Einfluss auf Asthma: Richtig!

In erster Linie sind es natürlich Allergene, die sich in der Luft befinden und Asthma auslösen können. Wenn in der warmen Jahreszeit die Pollen fliegen, müssen Patienten mit allergischem Asthma besonders aufpassen. Meist braucht es mehr Medikamente, um einen Anfall zu vermeiden.

Aber auch feuchte Kälte, Nebelluft und die hohen Ozonwerte sowie Feinstaubbelastungen im Sommer stellen eine Belastung für sensible Lungen dar – besonders bei Sport treibenden Asthmatikern. Zusätzliche gereizt sind die Bronchien durch starke Gerüche von Lufterfrischern, Parfüms oder Haarsprays und natürlich durch Tabakrauch.

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