Sonnenschutz

Hilfreich: Der kombinierte Sonnenschutz.

Die Sonne geniessen – Ja. Aber nur mit dem richtigen Schutz. Für eine gesunde Bräune empfiehlt es sich, sich nicht nur auf die Sonnencreme zu verlassen.

So einfach die Schutzmassnahmen sind, so fahrlässig werden sie – einer «gesunden Bräune» zuliebe – oft ausser Acht gelassen. Hier die wichtigsten Tipps:

Vorteil Schatten.

Vor allem zwischen 11 und 15 Uhr gehört der Aufenthalt im Schatten zu den besten Sonnenschutzmassnahmen. Ob Baum oder Sonnenschirm – Hauptsache der Schattenspender ist gross genug, um auch seitliche Sonnenstrahlung abzufangen. Spezielle Vorsicht ist zudem bei sonnenreflektierenden Flächen wie Wasser, Sand und Schnee geboten.

Kluge Kleidung.

Um optimal vor UV-Strahlen zu schützen, sollten Kleidung und Kopfbedeckung folgendermassen beschaffen sein:

  • Dunkle Kleider schützen besser als helle und weite besser als eng anliegende.
  • Dicht gewobene Kleidungsstücke halten UV-Strahlen besser ab als dünne, lichtdurchlässige Stoffe.
  • Künstliche Fasern gewähren besseren Schutz als Naturfasern.
  • Trockene Kleider lassen weniger UV-Strahlung durch als nasse Textilien.
  • Für sehr hellhäutige Personen und Kinder empfiehlt sich spezielle UV-Schutz-Kleidung, welche auch im nassen Zustand schützt.

Konsequent Sonnenbrille.

Die Augen reagieren besonders empfindlich auf zu viel UVStrahlung und können dadurch nachhaltig geschädigt werden. Es kann zu Entzündungsreaktionen der Horn- oder Bindehaut kommen und das Risiko an grauem Star zu erkranken steigt. Diese chronisch fortschreitende Trübung der Augenlinse kann unbehandelt bis zur Erblindung führen.

Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Brille sollte die Augen vollständig abdecken, so dass diese auch vor seitlicher Einstrahlung geschützt sind.
  • UV-Schutz: auf CE-Zeichen und 100 % UV oder 100 UV 400 nm achten.
  • Die Tönung der Sonnenbrillengläser reduziert Licht und senkt die Blendung. Sie wird in fünf Kategorien eingeteilt. Unter Normalbedingungen reicht Kategorie 2–3 aus.

Achtung:

  • Keine getönten Brillen ohne UV-Schutz verwenden, da sich durch die dunkle Tönung die Pupillen weiten und mehr Strahlung in die Augen gelangen kann.
  • Kontaktlinsen schützen die Augen nicht. Es sollte zusätzlich eine Sonnenbrille getragen werden.

Schutzfaktor Sonnencreme.

Sonnenschutz muss sowohl bei Sonne als auch bei bedecktem Himmel aufgetragen werden. Denn bei bedecktem Himmel gelangen immer noch 80 % der Strahlung auf die Haut. In den Bergen, am Wasser und im Schnee ist wegen besonderer UV-Intensität zusätzlich Vorsicht geboten. Es ist auch wichtig zu wissen, dass manche Medikamente den Schutz von Sonnencremes reduzieren oder die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline oder Johanniskraut-Präparate.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) wird für UVB-Strahlen gemessen und gibt den Zeitraum an, um den der Aufenthalt in der Sonne dank Sonnenschutz verlängert werden kann. Oder anders ausgedrückt: Bei Anwendung einer Sonnencreme mit LSF 20 gelangt nur noch 1/20 der Strahlung auf die Haut.

Dick auftragen.

Um den auf dem jeweiligen Produkt angegebenen Schutz zu erreichen, müssen 2 mg/cm2 Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Dies entspricht für den Körper eines Erwachsenen zirka 30 ml Sonnencreme. Allerdings verwenden erfahrungsgemäss die meisten Leute nur die Hälfte dieser empfohlenen Menge. Weil der Sonnenschutz durch Reibung und Schwitzen nachlässt, sollte das Sonnenschutzmittel nach 2–3 Stunden und nach dem Schwimmen erneut in derselben Menge auftragen werden. Diese Faustregel gilt auch für wasserfeste Sonnenschutzmittel. Erneutes Auftragen der Sonnencreme erhöht nicht die Schutzzeit, erhält aber die Schutzwirkung. Spezielle Aufmerksamkeit verdienen die sogenannten Sonnenterrassen des Körpers, also Nase, Wangen, Unterlippe, Nacken, Ohren, Hand- und Fussrücken. Denn sie sind bezüglich Hautkrebsentwicklung besonders gefährdet.

 

Empfindlich: Die zarte Kinderhaut.

Grundsätzlich gelten für Kinder dieselben Regeln, wie für Erwachsene. Doch Kinderhaut ist besonders anfällig, da sie dünner und dadurch durchlässiger für UV-Strahlen ist. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb gehören Kleidung, Sonnencreme, Sonnenbrille und Sonnenhut mit breiter Krempe zum kompletten Sonnenschutz für Kinder. Zudem sollten sie auch im Schatten Sonnencreme auftragen und UV-Schutzkleidung tragen.

Zusätzlich sind folgende Punkte wichtig:

  • Kinder unter einem Jahr nie direkter Sonnenstrahlung aussetzen.
  • Wasserresistente Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 sowie UVA- und UVB-Schutz verwenden.
  • Bis zum 2. Lebensjahr Sonnencreme mit hohem Anteil an Mikropigmenten benutzen, welche das Sonnenlicht reflektieren.
  • Keine Produkte mit allergieauslösenden Inhaltstoffen, z.B. Parfüms, verwenden.
  • Spezielle UV-Schutz-Kleidung, welche auch im nassen Zustand schützt und somit auch als Badekleidung sinnvoll ist.

 

» www.krebsliga.ch

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