Hat Schlafmangel für jeden dieselben Folgen?
(Gettyimages)

Hat Schlafmangel für jeden dieselben Folgen?

Eine breite Masse an Studien zeigt: Schlafmangel hat verheerende Folgen. Diese Folgen dürfen aber weder unterschätzt noch überspitzt werden.

Jeder kennt es: Nach einer kurzen Nacht ist man müde und wenig konzentriert. Zieht sich dieser Mangel an Schlaf über längere Zeit, hat das messbare Folgen für den Körper.

Reaktionsfähigkeit so schlecht wie unter Alkoholeinfluss

Kann Schlafmangel am Wochenende aufgeholt werden?

Viele Experten empfehlen einen regelmässigen Rhythmus, vor allem beim Aufstehen. Demnach kann man einen Mangel nicht mit mehr Schlaf am Wochenende kompensieren. Auch eine aktuelle, viel zitierte Studie ändert daran nicht viel. Sie kam zum Ergebnis, dass Menschen, die Schlafmangel am Wochenende nachholen, zumindest nicht früher sterben. Allerdings ist nicht erfasst, wie konzentriert und leistungsfähig die Probanden im Alltag waren. Deshalb gilt nach wie vor: Zu wenig Schlaf über längere Zeit ist ungesund und kann nicht nachgeholt werden.
Schlafmangel hat auf die Reaktionsfähigkeit einen ähnlichen Einfluss wie Alkohol. Nach 24 Stunden Schlafentzug reagierten Teilnehmer einer Studie im Durchschnitt wie Menschen, die ein Promille Alkohol im Blut haben. Es gibt aber auch Ausnahmen: Menschen, die wenig sensitiv auf Schlafmangel reagieren und deren Fähigkeiten kaum beeinträchtigt sind.

Schlafmangel macht risikofreudig

Wer unter Schlafmangel leidet, trifft laut einer Studie des Uni Spitals Zürich risikofreudigere Entscheidungen. Interessant daran: Die Teilnehmer der Studie schätzten sich dabei selbst nicht risikofreudiger ein. Oftmals merkt man also selbst nicht unbedingt, wie stark einem der Mangel an Schlaf beeinträchtigt.

Neben dem Reaktions- und Entscheidungsverhalten beeinträchtigt Schlafmangel die Psyche auch auf weitere Arten: Die Gedächtnisfähigkeiten nehmen ab, man wird schnell reizbar und unkonzentriert. Auch Depressionen sind eng mit Schlafmangel verknüpft. Das heisst: Schlafmangel kann depressive Stimmungen auslösen. Wer unter Depressionen leidet, schläft wiederum häufig schlecht – ein Teufelskreis.

Schlafmangel wirkt sich auf die Arbeit von Genen aus

Schlafentzug als Therapie

Schlafentzug wird auch als Therapie gegen Depressionen eingesetzt. Dabei werden Betroffene in der Nacht geweckt und sind dadurch länger wach als gewöhnlich. Die Therapie scheint zu funktionieren, auch wenn bisher unklar ist warum. Verschiedene Studien belegen einen sehr schnellen aber nur kurzfristigen Effekt auf die Stimmung der depressiven Studienteilnehmer. Deswegen ist die Methode sehr umstritten.
Was viele nicht wissen: Unsere Gene arbeiten ein Leben lang. Der Körper ist auf die Arbeit der Gene, die Genexpression, angewiesen, da sie zum Beispiel die Zellen regeneriert. Schlaf wirkt sich nach einer Forschergruppe der University of Surrey auch auf die Genexpression aus.

Schliefen die Teilnehmer der Studie über eine Woche nur knapp sechs Stunden, brachte das die Genexpression durcheinander. Das beeinflusst wiederum Hormone, die im 24-Stunden-Rhythmus ausgeschüttet werden und bringt damit die «innere Uhr» des Menschen durcheinander. Man geht davon aus, dass dadurch die Zellen am gesamten Körper schlechter regenerieren können, das Immunsystem geschwächt und Stress schlechter kompensiert wird.

Schlafmangel erhöht den Blutzucker

Schlafmangel beeinflusst die Glukose Toleranz – das zeigen mehrere Studien. Demnach haben Menschen, die unter sechs Stunden schlafen, erhöhte Blutzucker-Werte. Manche Studienteilnehmer wiesen nach einer Woche Schlafentzug bereits die Stoffwechsellage ähnlich eines Diabetikers auf.

Langzeitfolgen

Ein- und Durchschlafen mit dem Online-Schlaftraining

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Schlafmangel hat also eine ganze Reihe an Folgen, die unmittelbar mit dem Schlafentzug einhergehen. Die Folgen von Schlafmangel bringen auch langfristig Erkrankungen mit sich. Eine Forschergruppe aus den USA fasst Ergebnisse mehrerer Studien zusammen. Mit chronischem Schlafmangel steigt demnach zum Beispiel das Risiko an Diabetes Mellitus oder Herz-Kreislauf zu erkranken. Solche grossangelegten Studien belegen klar, dass Menschen, die zu wenig schlafen tendenziell früher sterben. Das Problem solcher Studien: Es gibt aber auch einen Teil von Menschen, die weniger sensibel auf Schlafmangel reagieren. Die Studien zeigen deshalb lediglich eine Tendenz, sagen aber nichts über den Einzelnen aus.

Von Person zu Person unterschiedlich

Die Untersuchung an der Uni in Pennsylvania zeigt, was auch viele Experten sagen: Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Schlafmangel. Während einige bei den Untersuchungen nur minimale kognitive Einschränkungen in der Aufmerksamkeit hatten, reagierte ein Drittel der Untersuchten extrem empfindlich und konnte sich kaum konzentrieren. Entscheidend ist laut Serge Brand, Psychologe und Schlafforscher am UKB Basel, «weniger die Schlafdauer, sondern die subjektiv empfundene Schlafqualität».

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Ein Kommentar zu “Hat Schlafmangel für jeden dieselben Folgen?

  1. Leute die mit Schlafen brobleme haben legen meisten mit Körbergewicht zu.Habe ich von den meisten Patienten in der Schlafklinik gehört ich kann es an mir selber bestätigen.Ich leide wegen einem Unfall an Schlafabnö.Jetzt habe ich eine Spange der Firma Pro Trumed welcher ich sehr skeptisch
    gegenüber stand,die aber total gut ist. Sehr einfach mit einem Handgriff und ich spüre sie kaum Ich liess
    mich eine Nacht in der Schlafklinik verkabeln (überwachen) ICH bekamm die Schriftlichen Auswärtungen und es sei in bester Ortnung das ich mit dem Einsatz der Protrusionsschiene kein ZEPAP Gerät mehr brauche.was mich sehr glücklich macht.

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