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Grippe: Tipps gegen Ansteckung in der Familie

Mit der Krippen- oder Spielgruppenzeit oder spätestens beim Kindergarteneintritt beginnt bei den meisten Kindern auch die Virenzeit mit Husten, Schnupfen und Magendarm-Erkrankgungen. Die Ansteckungsgefahr für den Rest der Familie ist dabei rund um die Uhr gegeben. Schlaflose Nächte für die Eltern erhöhen das Risiko zusätzlich. Mit einigen Vorbeugungsmassnahmen können Sie diese Gefahr minimieren und sich selber vor einer Ansteckung schützen.

Kommen die Kleinen erst einmal in die Krippe, die Spielgruppe oder den Kindergarten beginnt für die meisten Eltern die Krankenpfleger-Zeit. Magendarm, Husten, Schnupfen, Grippe – hat es ein erstes Kind erwischt, macht die Erkrankung im null Komma nichts die Runde. Bis zu zwölf Infekte pro Jahr sind dabei völlig normal und helfen den Kindern ihr Immunsystem zu stärken. Die Erkrankung der Kinder birgt jedoch hohes Ansteckungspotential für die Familie. Meist werden Infektionserreger nach Hause getragen, die dem Immunsystem der Eltern nicht (mehr) bekannt sind. Sind sie dann zusätzlich noch gestresst oder haben wenig geschlafen, ist die Ansteckungs-gefahr umso grösser.

Tipps zum Vorbeugen

Die folgenden Tipps helfen, das Risiko einer Ansteckung zu vermindern:

  1. Als oberstes Gebot gilt Händewaschen! Häufiges Händewaschen mit Seife ist die beste und effektivste Waffe gegen Erkältungsviren. Den es lässt sich im Alltag kaum vermeiden Dinge zu berühren, die erkältete Familienmitglieder angefasst haben.
  2. Husten und Niesen in ein Taschentuch und nicht in die Hände. Zudem sollte das Taschentuch nur einmalig benützt und dann gleich im Abfall entsorgt werden.
  3. Direkter Körperkontakt wie Händeschütteln oder Umarmen sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
  4. Aus hygienischen Gründen sollten die Kinder in ihrem eigenen Zimmer / Bett schlafen.
  5. Mit häufigem Stoss-Lüften im Zimmer kann nicht nur die Virenkonzentration gesenkt, sondern auch die trockne Luft im Raum minimiert werden.
  6. Weil sich Viren auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Türgriffe, Wasserhähne oder Toilettenschüsseln verbreiten, ist es sinnvoll, sie regelmässig abzuwischen
  7. Vor gemeinsamen Mahlzeiten unbedingt die Hände mit Seife waschen, die Viren übertragen sich gerne durch gemeinsam benützte Gegenstände, wie z.B. Flaschen, Butterverpackung, Brotkorb.
  8. Wäsche und Geschirr sollten bei 60-90 °C gewaschen werden. Die hohen Temperaturen und das Waschmittel töten die Viren ab.
  9. Kranke Kinder wachen nachts oft auf und brauchen Betreuung. Viel Schlaf ist für die Eltern trotzdem wichtig. Frühes zu Bett gehen oder Abwechslung in der Kinderbetreuung kann dabei helfen.

So verbreiten sich Viren

Selbst die beste Hygiene wird es nicht schaffen, Keime völlig aus dem Leben zu verbannen.

So werden Viren übertragen:

  • Tröpfcheninfektion: über Tröpfchen in der Luft, d.h. durch Husten, Niesen oder Reden
  • Kontaktinfektion: durch direkten Kontakt mit der erkrankten Person. Betroffene sind sieben bis zehn Tage ansteckend
  • Schmierinfektion: Vom Patienten verwendete Gegenstände können Viren tragen, z.B. Tassen, Zahnpastatube usw.

Unser Immunsystem hat also in jedem Fall genug zu tun.

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2 Kommentare zu “Grippe: Tipps gegen Ansteckung in der Familie

  1. Gerade wenn Kinder krank sind brauchen sie doch Nähe und liebevolle Betreuung! Wer schickt sein von Fieber geplagtes Kind weg, wenn es gehalten werden oder zu den Eltern ins Bett kommen will? Meiner Meinung nach wäre das einfach nur grausam.

    1. Guten Tag Frau Hänggi

      Da stimmen wir Ihnen zu. Körpernähe ist für ein krankes Kind definitiv wichtig, aber leider auch eines der grössten Risikofaktoren für eine Ansteckung. Deshalb erwähnen wir diesen Punkt trotzdem, um wenn möglich die restlichen Familienmitgliedern darauf hinzuweisen die Nähe in der Akutphase zu reduzieren.

      Freundliche Grüsse
      Karin Bucher

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