Emotionale Vampire

Was sind emotionale Vampire?

Vampire sind mitten unter uns. Sie saugen aber nicht Blut, sondern Energie. Da hilft nur eins: sich rechtzeitig von solchen Menschen abgrenzen.

Emotionale Vampire sind vor allem daran interessiert, zu nehmen und denken nur an die eigenen Vorteile. Begegnungen und Konversationen mit ihnen mögen auf den ersten Blick interessant scheinen, doch im Nachhinein fühlt man sich kraftlos und leer – eben weil solche emotionalen Vampire die eigene Energie anzapfen und einen buchstäblich leer saugen. Wer rechtzeitig Grenzen ziehen will, muss erst einmal erkennen, dass er einen Energie-Sauger vor sich hat. Der Psychologe Albert J. Bernstein hat eine Typologie der emotionalen Vampire erstellt. Erkennen Sie Bekannte wieder – oder am Ende gar sich selber? Hier eine kleine Auswahl:

Party-Vampire:

Ginge es nach ihnen, wäre jede Nacht eine Freinacht. Sie haben es gerne lustig, trinken oft einen über den Durst, sind impulsiv. Wer kein Gewissen hat und keine Verantwortung im Leben wahrnehmen muss, kann sich mit solchen Menschen durchaus wohlfühlen. Die Skepsis wächst spätestens dann, wenn sich herausstellt, dass auf sie keinerlei Verlass ist und dass sie einen, sobald eine andere, noch verrücktere Beschäftigung lockt, eiskalt im Regen stehen lassen.

Kontroll-Vampire:

Auf sie ist zu 100 Prozent Verlass. Immer perfekt organisiert, einmal gemachte Entscheide werden nicht mehr hinterfragt. Bei diesen Leuten weiss man, woran man ist. Aber Vorsicht: Sie erwarten dieselbe Perfektion auch von ihren Mitmenschen und lassen einen Verachtung spüren, wenn man den Erwartungen nicht gerecht wird.

Ich-Vampire:

Sie reden in erster Linie über sich selber. Geht das Gespräch in eine andere Richtung, schalten sie ab, drücken womöglich auf ihrem Handy rum und wirken abwesend. Sie haschen nach Lob und präsentieren bei jeder Gelegenheit, was für tolle Hechte sie sind und was sie alles erreicht haben. Man ist für sie aber nur solange interessant, als man ihnen dabei hilft, deren Ego aufzublasen.

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2 Kommentare zu “Was sind emotionale Vampire?

    1. Lieber Herr Züger

      Keine Krankenkasse erhöht gerne die Prämien – da darf ich sicher auch im Namen unserer Konkurrenz sprechen. Die Frage ist also, weshalb sie dies trotzdem tun. Schauen wir uns doch deshalb an, wie stark die Kosten im Schweizer Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren gestiegen sind: Vor zehn Jahren mussten die Schweizer Krankenversicherer in der Grundversicherung gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) Bruttoleistungen von 18,048 Milliarden Franken berappen. 2012 lagen diese bereits bei knapp 26 Milliarden Franken. Und auch für das vergangene Jahr hat das BAG eine Zunahme der Bruttokosten von 6,7 Prozent berechnet. Will heissen: Auch 2013 sind die Kosten, die das Gesundheitswesen verursacht, wieder um einige hundert Millionen Franken gestiegen. Da nun aber jeder Franken, den die Krankenversicherer zugunsten Ihrer Versicherten aufwenden, zuerst in Form von Prämien eingenommen werden muss, steigen die Prämien seit Jahr und Tag an. Gerne möchte ich an dieser Stelle noch eine weit verbreitete Falschmeinung korrigieren: Umfragen zeigen, dass in der Bevölkerung die Annahme besteht, die Krankenversicherer würden bis zu 30 Prozent ihrer Einnahmen für die Verwaltung ausgeben. In Tat und Wahrheit wenden sie pro Prämienfranken rund fünf Rappen für die Verwaltung auf. Das ist der tiefste Verwaltungskostensatz aller Sozialversicherungen in der Schweiz. Möglich ist dies nur dank schlanken und effizienten Abläufen. Die Krankenversicherer sind also keine Vampire, die es bloss auf Ihr Portemonnaie abgesehen haben.

      Freundliche Grüsse

      Roland Hügi

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