Sonne
(Thomas Zimmermann)

Die Sonne als Vitaminspender?

Sonnenstrahlen sind nicht nur gut für das Gemüt, sie versorgen den Körper auch mit dem wichtigen Vitamin D. Ein Mangel kann schlimme Folgen haben.

Die Schattenseiten der Sonne sind hinlänglich bekannt: Zu lange, zu häufige und vor allem ungeschützte Sonnenbäder erhöhen die Gefahr für Hautkrebs. Wer aber zu wenig Sonne erwischt, riskiert einen Vitamin-D-Mangel. Im schlimmsten Fall droht eine Osteoporose. Vitamin D dient nicht nur dem Knochenaufbau. Es soll auch einen positiven Effekt auf den Bluthochdruck haben und das Risiko für einen Herzinfarkt, Infekte und Krebserkrankungen verringern. Nicht umsonst bezeichnet die Zürcher Professorin für Geriatrie und Altersforschung, Heike Bischoff-Ferrari, das Vitamin D als «Multitalent».

Möglichst oft ins Freie

Vitamin D, eigentlich ein Hormon, wird vom Körper dank der UV-B-Strahlung des Sonnenlichts über die Haut gebildet. Die beste Prävention gegen einen Mangel sind Aufenthalte in der freien Natur. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann so während der wärmeren Monate genügend Vitamin D gebildet werden, ohne die Haut dem Risiko eines Sonnenbrandes auszusetzen. An der Mittagssonne zwischen Mitte März und Mitte Oktober ist das pro Tag benötigte Vitamin D innert zehn Minuten produziert. Am Morgen oder am späteren Nachmittag reicht im Sommer eine halbe Stunde aus, im Frühling und Herbst bis zu einer Stunde, so die generelle Empfehlung des BAG. Natürlich sollte die Dauer des Sonnenbads auch vom Hauttyp abhängen: Eine blasse Haut bildet sechsmal schneller Vitamin D als eine dunkle Haut.

Zwischen Spätherbst und Frühlingsbeginn ist die Sonne allerdings so schwach, dass die Haut nicht ausreichend Vitamin D produzieren kann. Und mit der Ernährung kann nur bedingt Gegensteuer gegeben werden. Vitamin D kommt insbesondere in fettreichen Fischen wie Lachs oder Thunfisch vor. Auch der gute, alte Lebertran ist ein Vitamin-D Lieferant. Entsprechende Präparate helfen, den Vitamin-D-Spiegel in den Griff zu kriegen. Das empfiehlt sich insbesondere für ältere Menschen, denn mit zunehmendem Alter fällt es dem Körper immer schwerer, Vitamin D aus dem Sonnenlicht zu gewinnen.

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