Blut spenden
(Blutspende SRK Schweiz AG)

Blut spenden – noch nötig?

Die Medizin wird durch modernste Hilfsmittel und Hightech-Produkte geprägt. Etwas aber ist auch 2015 durch nichts ersetzbar: menschliches Blut.

Jeden Tag sind in der ganzen Schweiz zahlreiche Menschen wegen eines Unfalls oder einer Krankheit auf Fremdblut angewiesen. Und das wird noch lange Zeit so bleiben. «Die Fortschritte in Medizin und Chirurgie erlauben es zwar, immer haushälterischer mit dem wertvollen Rohstoff Blut umzugehen. Aber das menschliche Blut ist etwas derart Komplexes, dass es wohl nie künstlich hergestellt werden kann», sagt Rudolf Schwabe, Direktor der Blutspende SRK Schweiz AG.

Blutspenden überflüssig geworden?

Wer also glaubt, Blutspenden sei im Hightech-Zeitalter überflüssig geworden, liegt damit völlig falsch. Erst recht vor dem Hintergrund, dass vier von fünf Menschen gemäss SRK einmal im Leben Blut oder ein Medikament aus Blutprodukten benötigen. Nicht nur in der Blutspende, sondern vor allem in der Stammzellenspende unternimmt das SRK enorme Anstrengungen, um die Zahl der registrierten Schweizer Spender (derzeit 60 000) auszubauen. «Anders als bei der Blutspende, wo ‹nur› Blutgruppe und Rhesusfaktor übereinstimmen müssen, sind es bei der Blutstammzellenspende die Gewebemerkmale», erklärt Schwabe den Unterschied. Jeder neu registrierte Spender könnte also zum Beispiel für einen Leukämie-Patienten irgendwo auf der Welt die einzig mögliche Rettung sein.

Blut hat ein Verfalldatum

2014 haben Schweizer Spitäler 260 000 Einheiten roter Blutkörperchen benötigt. Oft reichte ein einziger Beutel. Schwerst verletzte Personen können 100 Blutbeutel oder mehr benötigen. Blutprodukte können nicht lange gelagert werden: Rote Blutkörperchen verfallen nach spätestens 49 Tagen.

Tut nicht weh und ist sinnvoll: Blut spenden.

Blutspende SRK Schweiz

 

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