Akupressur
Akupressur

Akupressur: Die Heilmethode bringt es auf den Punkt

Die chinesische Heilmethode Akupressur wirkt ähnlich wie Akupunktur. Der Unterschied: Es werden keine Nadeln verwendet, sondern bestimmte Körperpunkte massiert.

Werden die Augen müde oder schmerzt der Kopf, reiben wir instinktiv die Schläfen oder greifen an die Nasenwurzel – wir helfen uns, ohne es vielleicht zu wissen, mit Akupressur.

Handgriffe für zwischendurch

Grundsätzlich gilt: Einer Akupressur-Behandlung sollte eine gründliche Diagnose von qualifizierten Ärzten oder Therapeuten vorausgehen. Manchmal kann man sich aber auch selbst mit einfachen Handgriffen helfen. Ein paar Beispiele:

  1. Stirnkopfschmerzen: Mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel reiben.
  2. Schlaflosigkeit: Mit der Faust die Achselhöhle massieren.
  3. Reiseübelkeit: Der Druckpunkt befindet sich unterhalb des rechten Handgelenks. Diesen mit drei Fingern der linken Hand massieren. Hilft auch gegen Übelkeit in der Schwangerschaft.
  4. Verstopfte Nase: Mit beiden Zeigefinger auf Punkte hinter den Ohrläppchen oder neben den Nasenflügeln drücken.

Das Heilverfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist sozusagen die kleine Schwester der Akupunktur. Akupressur gilt als weniger effektiv, ist eher für leichtere Beschwerden geeignet und wird auch als vorbeugende Therapie empfohlen. Ausserdem ist sie als einfache Nothilfe zur Selbstbehandlung geeignet (siehe Beispiele unten). In China, heisst es, kennen bereits Schulkinder die wichtigsten Akupressurpunkte und wissen, wie sie sich zwischendurch selbst helfen können.

Selbstheilungskräfte stärken

Wie Akupunktur stimuliert auch Akupressur jene Punkte auf den zwölf Energiebahnen (Meridianen), die laut TCM den Körper durchziehen (siehe Artikel über Akupunktur). Statt in diese Punkte feine Nadeln zu stechen, üben Ärzte und Therapeuten darauf Druck in unterschiedlicher Intensität aus – mit Handflächen, Fingerkuppen, Fingernägeln, Daumen, Ellbogen. Dies, um Blockaden im Energiefluss zu lösen, Selbstheilungskräfte zu stärken und so den Organismus wieder ins Lot zu bringen.

Empfohlen wird Akupressur unter anderen bei folgenden Beschwerden:

  • Kopfschmerzen
  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Übelkeit und Brechreiz

Die japanische Variante

Shiatsu ist die japanische Form der chinesischen Akupressur. Beide Massagetechniken arbeiten nach demselben Prinzip: Mit Druck, Reibung oder Dehnung Schmerzen und Beschwerden lindern und so das körperlich-seelische Gleichgewicht wieder herstellen.

Verwandte Techniken

Ähnlich wie Akupressur wirkt die Tuina-Massage, auch Anmo-Massage genannt. Gewebe und Organe, einzelne Körperpunkte oder grössere Flächen werden dabei gedrückt, geknetet, geklopft, gestrichen. Die Massagen sollen unter anderem Energiefluss und Blutzirkulation ankurbeln sowie Muskeln und Sehnen entspannen. Im Gegensatz zu wesentlichen Massagetechniken bleiben Patienten meistens bekleidet oder es werden Tücher auf den Körper gelegt.

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