Winter – muss ich die Ernährung umstellen?

Im Winter gilt es, den Körper zu wärmen und mit Vitaminen und Mineralstoffen unser Immunsystem zu unterstützen. Am besten mit einheimischem Wintergemüse wie Rosenkohl oder Kabis.

Grundsätzlich benötigt der menschliche Körper im Winter keine zusätzlichen Nährstoffe. Jedoch essen wir automatisch weniger Früchte und Gemüse. Gründe dafür können das Angebot, die Kälte, Gewohnheiten etc. sein. Dabei ist es besonders in den Wintermonaten wichtig, ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt zu sein, weil unser Immunsystem durch Viren und Bakterien auf die Probe gestellt wird. Dazu gibt es ein tolles Angebot an wertvollem Wintergemüse.

Team fürs Immunsystem

Vitamin C, Vitamin D und Zink – so lautet das Dreamteam fürs Immunsystem. Vitamin C pusht das Immunsystem und ist deshalb besonders im Winter wichtig. Es wirkt als Antioxidans und schützt unsere Zellen vor schädlichen Radikalen. Lieferanten sind vor allem Sauerkraut, diverse Sorten Kohl, Broccoli und Zitrusfrüchte. Auch Vitamin D ist im Winter von grosser Bedeutung, da unser Körper aufgrund der verminderten Sonneneinstrahlung viel weniger selbst produziert als im Sommer. Vitamin D brauchen wir zudem für starke Knochen und Muskeln. Es ist vor allem in Eiern, Fisch, Butter und Pilzen enthalten. Bei älteren Personen kann eine Supplementierung (also eine zusätzliche Vitaminaufnahme) Sinn machen. Das Spurenelement Zink schliesslich ist unerlässlich für ein funktionsfähiges Immunsystem. Es findet sich in Kürbiskernen, Vollkornbrot und Fleisch.

Tiefkühlgemüse als Alternative

Tiefkühlgemüse stellt eine gute Alternative zu frischem Gemüse dar. Es ist meistens besser halt- und dosierbar. Zudem schont das Schockgefrieren die meisten Vitamine und Mineralien, ausser Vitamin C. Da kann es zu Verlusten von rund 30 Prozent kommen. Allerdings reduziert sich der Vitamin-C-Gehalt auch bei der Lagerung von frischem Gemüse.

Genügend Flüssigkeit!

In der Kälte ist die Luft trockener. Unser Körper benötigt deshalb mehr Flüssigkeit, um die Luft für die Lungen zu erwärmen und anzufeuchten. Die Schleimhäute sind zudem besser gegen Erreger gewappnet, wenn sie ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Auch wenn sich im Winter der Durst weniger bemerkbar macht, ist es wichtig, ausreichend zu trinken (1,5 bis 2 Liter pro Tag), am besten Tee. Dieser wärmt zudem wunderbar – und zwar Körper und Geist.

Ein Kommentar zu “Winter – muss ich die Ernährung umstellen?

  1. Danke für diesen wertvollen Beitrag.
    In der TCM werden Die Nahrungsmittel nach ihrem Temperaturverhalten im Körper eingeteilt: es gibt heiße, warme, neutrale, kühle und kalte Nahrungsmittel. Kalte Nahrungsmittel, wie Südfrüchte, Tomaten, Gurken, Joghurt sowie eisgekühlte Getränke kühlen den Organismus stark ab.

    Also im Winter wenn möglich weitgehend Verzicht auf z.B.:
    Zitrusfrüchte, wasserreiches Obst (Melonen), Bananen, Rohkost, Salate, kalte Getränke, Milchprodukte, kohlensäurehaltiges Mineralwasser

    Und dafür vermehrt wärmende Speisen, z.B.:
    Suppen und Eintöpfe, Hülsenfrüchte, warmer Getreidebrei, Esskastanien, Datteln und Feigen, Nüsse, Zimt, Yogi Tee, Ingwer Wasser

    zu sich nehmen.

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