Vegane Weihnachtsguetzli backen

Vegan backen: Weihnachtsguetzli zum selber machen

Weihnachtsguetzli ohne Eier und Butter? Philip Hochuli zeigt drei leckere vegane Rezepte.

In der Weihnachtszeit verwandelt sich manche Küche in eine wahre Weihnachtsbäckerei: Es gibt selbstgemachte Mailänderli, Brunsli, Zimtsterne und sogar Spitzbuben. Und auch wer sich vegan ernährt muss nicht auf leckere Weihnachtsguetzli verzichten: Kochbuchautor Philip Hochuli zeigt uns drei einfache Rezepte, ganz ohne Eier und Butter.


Kokosmakronen

Vegan Backen Kokosmakronen
Fotografie © Alexandra Schubert, AT Verlag

Glutenfrei, Sojafrei

Für etwa 30 Stück

  • 100 g weisses Marzipan
  • 180 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 TL Maisstärke
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Kokosraspel

Das Marzipan in Stücke schneiden und in einer Schüssel mit Puderzucker, Zitronensaft, Maisstärke, Backpulver, Wasser und Salz verrühren.

Die Kokosraspel in einer Bratpfanne ohne Zugabe von Öl unter Rühren 3-4 Minuten rösten, bis sie gerade beginnen leicht goldbraun zu werden, auf keinen Fall länger. Kurz abkühlen lassen. Die Kokosraspel in die Schüssel geben, untermischen und alles kräftig durchkneten.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Aus dem Teig mithilfe von zwei Teelöffeln Makronen formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Makronen im vorgeheizten Ofen 14-20 Minuten backen.


Riesenspitzbub

Vegan Backen Spitzbub
Fotografie © Alexandra Schubert, AT Verlag
  • 75 g weiche pflanzliche Margarine
  • 75 g Zucker
  • 1 gestrichener TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 EL Wasser
  • 180 g helles Mehl
  • 80 g Himbeermarmelade
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Die weiche Margarine mit Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel geben und 2-3 Minuten kräftig rühren. Harte Margarine kurz vor dem Gebrauch aus dem Kühlschrank nehmen.

Das Wasser zugeben und kurz unterrühren. Dann das Mehl dazu geben und den Teig, ohne viel zu kneten, zu einer Kugel zusammenfügen. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Teig abwiegen und genau halbieren. Jede Hälfte auf Backpapier mithilfe von ausreichend Mehl zu einem Kreis auswallen, der einen knapp grösseren Durchmesser als 19cm hat. Einen Teller oder eine andere Vorlage mit 19cm Durchmesser auf den Teig legen und den überstehenden Rand wegschneiden. Das Backpapier mit dem Teig darauf auf ein Backblech legen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Von Hand oder mit einer Papiervorlage aus der einen Teighälfte ein Gesicht ausschneiden. Nach Belieben einen Teil des Teigrestes zu einem Kreis formen und diesen als Nase verwenden. Die übrigen Teigreste flach drücken und auf dem Backpapier verteilen.

Die Teigkreise im vorgeheizten Ofen 7-8 Minuten backen. Sie sollten nicht braun werden. Kurz abkühlen lassen und dann die Marmelade auf der noch warmen Hälfte ohne Gesicht verstreichen, nicht ganz bis an den Rand. Die andere Hälfte passend darauflegen. Vollständig abkühlen lassen und grosszügig mit Puderzucker bestäuben.

Tipp: Den Spitzbub nicht mit Folie bedecken oder in einem Plastikgefäss aufbewahren, sonst weicht der Teig zu stark auf. Am besten in einer Metallbox oder in Papier aufbewahren – oder ganz einfach sofort essen…


Truffes

Vegan Backen Truffes
Fotografie © Alexandra Schubert, AT Verlag

Glutenfrei, Sojafrei

  • 100 g vegane Zartbitterschokolade
  • 60 g (ca. 3 EL) weisses Mandel- oder Cashewmus (siehe Tipp)
  • 50 ml Wasser
  • 1-2 Prisen gemahlener Zimt
  • 1 Prise Salz
  • Kokosraspel und/oder geraspelte Schokolade

Die Schokolade über einem Wasserbad auf kleiner Hitze langsam schmelzen.

Das Mandel- oder Cashewmus zugeben und verrühren. Wasser, Zimt und Salz zugeben und gründlich mischen. Abkühlen lassen und danach zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Aus der Masse Kugeln formen und diese in Kokosraspeln oder etwas geraspelter Schokolade wenden. Im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp: Anstelle von fertigem Mandel- oder Cashewmus können auch 60 g Cashewkerne 10 Minuten in 50 ml Wasser eingeweicht werden. Danach zusammen mit dem Einweichwasser in einem hohen Gefäss mit dem Stabmixer so lange gründlich pürieren, bis eine möglichst feine Creme entsteht. Dann für die weitere Verarbeitung im Rezept kein zusätzliches Wasser mehr zufügen.

 

Wie ersetzt man Eier, Butter und Co.?

Eier Am besten Maistärke (ca. 1 TL mit 2 EL kaltem Wasser vermengt). Aber auch Chia- oder Leinsamen (2 EL Samen mit 2-3 EL Wasser einweichen), sowie Apfelmus (60-80 g) können Eier ersetzen.
Butter Je nach Rezept entweder pflanzliche Margarine oder geschmacksneutrales Pflanzenöl.
Milch Zum Kochen eignet sich Sojamilch am besten. Sojamilch hat ähnliche Eigenschaften wie Kuhmilch (Protein- und Fettgehalt) und der «Kartongeschmack» von mancher Sojamilch verschwindet beim Backen. Je nach Rezept gehen auch Hafermilch, Reismilch oder Mandelmilch.
Gelatine Agar-Agar

 

Philip Hochuli

Portrait Philip HochuliPhilip Hochuli, geboren 1991 in Zürich, schrieb mehrere vegane Kochbücher, gab über viele Jahre vegane Kochkurse, Kochshows und beriet Restaurants. Seine Bücher wurden nicht nur in der Schweiz, sondern auch auf dem internationalen Markt publiziert.

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