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Vegane Ernährung – was hilft gegen Mangelerscheinungen?

Vitamin B12 kommt praktisch nur in tierischen Produkten vor. Was bedeutet das für Menschen, die sich vegan ernähren?

Wer sich heutzutage vegan ernährt, wird nicht mehr schief angeschaut – die problematische Massentierhaltung und ökologische Bedenken sind starke Argumente für diese Ernährungsweise. Veganerinnen und Veganer verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf sämtliche tierischen Produkte wie Käse, Milch und Eier.

Eine der Hauptgefahren aufgrund dieser Einschränkungen ist der Vitamin-B-12-Mangel. Sowohl das Bundesamt für Gesundheit als auch die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung raten bei Kindern von einer veganen Ernährung ab. Es sind Fälle bekannt, in denen Kleinkinder wegen eines B-12-Mangels in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind.

Mangel muss nicht sein

Es ist aber nicht so, dass die vegane Ernährungsweise automatisch einen Nährstoffmangel zur Folge hat – entsprechende Nahrungsergänzungsmittel können vorbeugen. Empfohlen werden B12-Tabletten gerade auch bei Schwangeren, die sich vegan ernähren. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung geben regelmässige Bluttests Aufschluss darüber, wie es um den Vitamin-B12-Wert steht.

Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung und das dazugehörige Wissen über Nahrungsmittel und deren Inhaltsstoffe. Eisen beispielsweise wird über Fleisch tatsächlich besser aufgenommen als über rein pflanzliche Produkte wie Vollkorngetreide. Dieser Nachteil lässt sich aber mit dem gleichzeitigen Konsum von Vitamin C aufheben, da dieses die Aufnahme von Eisen fördert. Für das Eiweiss gibt es ebenfalls andere Quellen als Fleisch: Hülsenfrüchte beispielsweise oder Soja-Produkte.

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