Urban Gardening: gesund und glücklich mit selbstgepflanztem Chili
(Fotolia / ErikSvoboda)

Urban Gardening: gesund und glücklich mit selbstgepflanztem Chili

Chilis sind aus der Küche kaum mehr wegzudenken. Sie bringen den richtigen Pepp und haben Vorteile für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Aus dem eigenen Garten sind Chili-Schoten besonders frisch und erst noch unbehandelt. Wir zeigen, wie Sie Chili erfolgreich pflanzen – auch ohne besonders grünen Daumen.

Chili selber pflanzen

  • Chili-Pflanzen lassen sich problemlos in grossen Töpfen oder Blumenkästen ziehen.
  • Je sonniger und wärmer der Standort, desto besser.
  • Die Pflanzen brauchen regelmässig Wasser. Doch Staunässe vertragen sie keinesfalls.
    Unser Tipp: einige Löcher im Topf-Boden verhindern Staunässe
  • Chili benötigt Dünger. Hier bewährt sich Bio-Tomatendünger alle zwei Wochen oder ein Bio-Langzeitdünger.
  • Achtung! Chili verträgt keinen Frost – nehmen Sie die Pflanzen bei Temperaturen unter 5 Grad ins Haus.
  • In Ihrer lokalen Gärtnerei finden Sie eine Auswahl an Chili-Pflanzen. Wir empfehlen Bio-Produkte.
  • Chili-Pflanzen lassen sich überwintern, nach der Ernte kräftig schneiden und bei 15 Grad an hellem Standort lagern.
  • Für bereits geübte Gärtner: Die Aussaat der Chili-Samen erfolgt ab Februar. Stecken Sie die Samen im Topf etwa fünf Millimeter in die Erde. Die Keimdauer beträgt 8-20 Tage bei einer Temperatur von 20-28 Grad.

Chili ist einfach haltbar

Geerntet wird von August bis Oktober. Die Früchte können einfach konserviert werden und sind problemlos haltbar. Sie können Chilis

  • frisch verwenden
  • trocknen (an der Luft aufhängen, mittels Dörrgerät oder im Backofen)
  • einfrieren
  • in Öl einlegen

Dekorativ: Mit Nadel und Faden können Sie die Chili-Schoten am Stiel aufhängen und trocknen lassen. Dies verleiht Ihrem zu Hause ein mediterranes Flair.

Scharfes Essen macht gesund und glücklich

Besonders Chili wird in der westlichen Küche immer häufiger zum Würzen von Speisen eingesetzt. Capsaicin heisst der Wirkstoff, der den scharfen Geschmack in Chili-Schoten verantwortet. Wenn wir scharf essen, empfängt unser Gehirn ein Schmerzsignal. Endorphine werden ausgeschüttet. Deshalb sagt man Chili und anderen scharfen Gewürzen nach, dass sie glücklich machen.

Positive Wirkungen im Überblick:

  • Durch erhöhte Schweissbildung wird die Körpertemperatur gesenkt
  • Antibakterielle, entzündungshemmende Wirkung
  • Endorphine, auch bekannt als Glückshormone, werden ausgeschüttet
  • Anregung der Verdauung
  • Reguliert den Insulinspiegel
  • Kalorienverbrauch wir erhöht
  • Förderung der Durchblutung
  • Regt zum Trinken an

Schärfe im Alltag einsetzen

Achtung bei Magenproblemen

Scharfe Speisen können Sodbrennen Verstärken. Gelegentlich reagiert der Körper mit Durchfall.
Setzen Sie scharfe Gewürze mit Mass ein, damit Sie die Speisen noch geniessen können. Tasten Sie sich langsam an die Schärfe heran. Waschen Sie nach dem Umgang mit Chilis immer die Hände oder tragen Sie Handschuhe. Meiden Sie unbedingt Augenkontakt. Bitte beachten Sie, dass Lebensmittel mit extremer Schärfe und übermässig hoher Konsum der Gesundheit schaden können.

Low-Carb-Rezept: Rotes Thai-Curry mit Shirataki-Nudeln

Für Nudelgenuss ohne Reue – Shirataki-Nudeln werden aus der Konjac-Wurzel hergestellt und enthalten kaum Fett, Kohlenhydrate und Kalorien. Mit lediglich 8 Kalorien pro 100 Gramm werden sie auch als „Miracle Noodles“ gefeiert und eignen sich hervorragend für die Low-Carb-Ernährung. Inzwischen stehen Sie auch in der Schweiz beim Grossverteiler im Regal.

Rezept für 4 Personen

400g Shirataki Nudeln
400g Pouletbrust
400ml Kokosmilch
1 Pepperoni
1 Zucchini
1 kleiner Brokkoli
2-4 Shitake-Pilze oder Champignons
½ frische Ananas¨
2 El rote Thai-Curry-Paste
1 Limette
1 Chili-Schote
1 Stück Ingwer (Daumengross)
2 Knoblauchzehen
Kurkuma, Kreuzkümmel, Palm- oder Rohzucker bei Bedarf

Mit Tofu oder Seitan können Sie dieses Gericht auch vegan zubereiten.

  • Gemüse, Pilze, Ananas und Pouletbrust in Stücke schneiden
  • Chili in kleine Stücke schneiden
  • Ingwer fein reiben z.B. an der Röstiraffel
  • Knoblauch pressen
  • Nudeln in warmem Wasser kurz waschen
  • Kokosmilch vorsichtig öffnen und von der dicken Schicht 3 Esslöffel in die Pfanne geben
  • Thai-Curry-Paste und Knoblauch zugeben und im Wok oder der Bratpfanne kurz erwärmen
  • Pouletfleisch und Ingwer zugeben und leicht anbraten
  • Restliche Kokosmilch, Gemüse und Chili zugeben und aufkochen
  • Mit Limettensaft, Kurkuma und Kreuzkümmel und wenig Palmzucker abschmecken
  • Bei kleiner Hitze 10 Minuten leise kochen
  • Shirataki Nudeln und Ananas beigeben und nochmals 2 Minuten kochen
  • Nach Belieben nochmals würzen und geniessen

Das Gemüse kann je nach Saison und Vorlieben beliebig ersetzt werden. Auch Auberginen, Bohnen oder Lauch eignen sich hervorragend.

Alternativen zu Chili

Paprika, Peperoni – wirken antibakteriell und entzündungshemmend
Zwiebel, Knoblauch, Lauch – beugen Arteriosklerose vor
Ingwer – wirkt gegen Übelkeit, Erbrechen
Pfeffer – regt Verdauung und Kreislauf an

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