Isotonisches Getränk

Isotonisches Getränk: Braucht es das?

In der Sommerhitze kommt man schnell ins Schwitzen. Warum hilft ein isotonisches Getränk, den Flüssigkeitsverlust rasch auszugleichen und wann macht das Sinn?

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich 1-2 Liter in Form von ungesüssten Getränken zu trinken. Entscheidend ist, während eines Tages dem Körper so viel Flüssigkeit zuzuführen, wie verloren geht. Wer körperlich arbeitet oder sich sportlich betätigt, sollte deshalb mehr trinken. Als Grundempfehlung beim Sport gelten heute etwa 0.4 – 0.8 Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Stunde.

Was sind isotonische Getränke

Hypoton

Hypotone Getränke haben eine geringere Anzahl an gelösten Teilchen pro Liter, als es Blut hat. Das ist zum Beispiel bei Wasser oder sehr dünnen Saftschorle der Fall. Die Flüssigkeit kann schnell vom Körper aufgenommen werden, bei längeren Belastungen gleichen sie aber den Salzverlust nicht aus.
Isotonisch bedeutet «gleicher Druck». Isotonische Getränke, auch Elektrolytgetränke genannt, haben den gleichen Druck wie unser Blut. Das heisst, dass in isotonischen Getränken die gleiche Konzentration an Mineralien wie in unserem Blut enthalten ist. Durch die gleiche Mineralstoffzusammensetzung können Sportdrinks schneller vom Körper aufgenommen werden.

Was sind die Nachteile von isotonischen Getränken

Gerade bei fertig gemixten Sportdrinks ist Vorsicht geboten, da fast alle einen sehr hohen Säuregehalt haben. Gewisse Sportdrinks sind beinahe so sauer wie Magensäure selbst. Werden diese Sportgetränke über den ganzen Tag verteilt in kleinen Schlucken aufgenommen werden, ist dies für die Zähne besonders schädlich. Es ist ratsam, beim Kauf von fertig gemischten Getränken auf den Säuregehalt zu achten. Ausserdem soll nach dem Genuss von isotonischen Getränken den Mund mit Wasser ausgespült werden und nach einiger Verzögerung die Zähne geputzt werden.

Wann sind isotonische Getränke sinnvoll

Da isotonische Getränke negative Auswirkungen auf die Zahngesundheit haben können, sollen diese nicht für jede sportliche Aktivität verwendet werden – nicht immer braucht es ein isotonisches Getränk.

Für kürzere und weniger intensive Belastungen ist meistens bereits Hahnenwasser ausreichend. Die Mineralstoffe, die dabei durch das Schwitzen verloren gehen, können dem Körper mit einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung wieder zugeführt werden

Für intensive sportliche Leistungen von mehr als 60 Minuten lohnt es sich, den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust mit einem isotonischen Getränk auszugleichen. Dieses kann entweder als Konzentrat in Form von Pulver, Gel oder Tabletten oder in verdünnter Form gekauft werden. Alternativ lässt sich ein isotonisches Sportgetränk auch einfach selber herstellen. Das schont nicht nur das Portemonnaie, sondern hat auch weniger Zucker und Zusatzstoffe.

Grundrezept: Isotonisches Getränk

2 Teile Wasser
1 Teil Saft (Orangensaft oder Apfelsaft), Tee etwas Sirup
½ – 1 gestrichener Teelöffel Salz (auf 1 Liter)

Tipp: Für einen frischen Geschmack noch etwas Zitrone, Ingwer oder Pfefferminze hinzufügen.

Hypertone Getränke

Für Sportler weniger geeignet sind hypertone Getränke. Beispiele dafür sind Eistee oder reiner Fruchtsaft. Hyperton bedeutet, dass die Konzentration an gelösten Teilchen höher ist als in unserem Blut – deshalb muss der Körper diese Getränke erst einmal verdünnen. Wie macht er das? Er entzieht dem eigenen Blut Flüssigkeit.

3 Kommentare zu “Isotonisches Getränk: Braucht es das?

  1. Es gibt auch saurefreie Getränke, die die Zähne schonen. Sehr gut geeignet bei regelmässigem Konsum. Ich verwende dabei das Sponser Competition. Ist auch nicht so süss wie viele andere Getränke.

  2. Danke, sehr nützlich, aber jetzt ist der Sommer
    bald zu Ende…. vielleicht hätte man diesen Artikel früher veröffentlichen können.

    Freundliche Grüsse, JM

  3. Ideal ist alkoholfreies Weizenbier. Es ist isotonisch, nicht sauer und enthält gegenüber gezuckerten Iso-Getränken deutlich weniger Kalorien.

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