Spargeln
Spargeln

Warum stinkt’s nach dem Spargelessen?

Egal ob weiss, grün oder violett: Spargel ist etwas vom Delikatesten, was der Frühling zu bieten hat. Schon bald werden die ersten europäischen Spargeln im Verkauf sein, ab ca. Ende April gar Schweizer Spargel.

Was die alten Römer und Griechen bereits genussvoll verzehrten ist auch heute noch eine Delikatesse: frische Spargeln. Der gute Ruf, den das Frühlingsgemüse geniesst, geht vor allem auf seine Zusammensetzung zurück. Spargel besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und ist damit sehr kalorienarm. Ein Kilogramm frischer Spargel enthält gerade mal 180 Kalorien und ist deshalb perfekt geeignet für ernährungsbewusste Personen. Es sei denn, man reiche zum Gemüse eine Sauce Hollandaise. Diese enthält pro 100 Gramm um die 500 Kalorien …

Wertvolle Inhaltsstoffe

Nebst viel Wasser enthalten Spargelstangen auch verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe. Zum Beispiel Vitamin C, Vitamin E und die für das Nervensystem wichtigen B-Vitamine. Darüber hinaus enthält Spargel auch sogenannte Asparaginsäure. Diese regt die Nierenfunktion an und wirkt entwässernd. Giftstoffe werden jedoch durch den Spargelgenuss keine aus dem Körper ausgeschwemmt. Dafür aber in vielen Fällen übelriechende Düfte. Doch weshalb riecht der Urin nach dem Spargelgenuss oft so streng? „Der Geruch ist auf jeden Fall harmlos und keinesfalls Zeichen einer krankhaften Störung“, hält die Online-Beratung des Universitätsspitals Zürich dazu fest. Wie der eigentümliche Geruch des Urins nach Spargelgenuss zustande komme sei aber noch nicht ganz genau geklärt. „Offenbar entstehen beim enzymatischen Abbau bestimmter Inhaltsstoffen der Spargeln verschiedene schwefelhaltige Geruchsstoffe, die anschliessend mit dem Urin ausgeschieden werden.“ Speziell die Asparagusinsäure (nicht zu verwechseln mit der Asparaginsäure) wird verdächtigt, Ausgangsstoff dieser Abbauprodukte zu sein.

Fünf Kilo Erdöl kaufen?

Mittlerweile ist frischer Spargel nicht mehr nur im Frühsommer, sondern bereits im Winter erhältlich. Herkunftsländer sind oft Peru (weisser Spargel) und Kalifornien (grüner Spargel). Bezüglich des CO2-Austosses begeht man mit dem Kauf von Übersee-Grünspargel jedoch eine ökologische Todsünde. Wer nämlich im Februar ein Kilo Grünspargel aus Kalifornien postet, kauft damit umgerechnet auch gleich fünf Kilo Erdöl. Weil nämlich grüner Spargel schwierig zu lagern ist, wird er per Flugzeug importiert. Wesentlich besser steht der Schifftransport da. Am sinnvollsten ist es aber immer noch, sich auf Produkte aus dem grenznahen Ausland oder auf heimische Produkte zu verlassen: Schweizer Grünspargel, der im Mai geerntet wird begnügt sich gemäss WWF mit 0.3 Litern Erdöl pro Kilo.

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