Richtig fasten: Die 5 häufigsten Fehler
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Richtig fasten: Die 6 häufigsten Fehler

Fasten ist als Zeit der Ruhe und Besinnung verbreitet, es kann aber auch gesundheitliche Vorteile bringen. In erster Linie bedeutet Fasten eine grosse Umstellung für den Körper. Damit keine Probleme beim Fasten auftreten, sollten diese 6 häufigsten Fehler vermieden werden.

1. Schlechte Vorbereitung

Beim Heilfasten, das heisst dem Verzicht auf jegliche feste Nahrung, sind die Entlastungstage von besonderer Bedeutung. Ein bis zwei Tage mit Ruhe, viel Wasser und kalorienarmer Schonkost erleichtern die Umstellung auf das Fasten. Auch beim intermittierenden Fasten gilt es nichts zu überstürzen. Am besten startet man mit einem 12-Stunden Fastenfenster und steigert sich langsam auf die 16 Stunden. So wird die Umstellung nicht zu radikal für den Körper – er kann sich also langsam daran gewöhnen.

2. Zu wenig Flüssigkeit

Wer fastet, sollte dafür umso mehr trinken. Durch den Verzicht auf feste Nahrung nimmt der Körper automatisch weniger Flüssigkeit auf, die er sonst auch aus Früchten und Gemüse gewinnt. Trinkt man zu wenig, dehydriert der Körper und löst so Kopfschmerzen und Hungerattacken aus. Das heisst, nur mit genügend Flüssigkeit kann der Stoffwechsel weiterhin gut funktionieren. Experten empfehlen beim Fasten zwei bis drei Liter Wasser pro Tag.

3. Viel Stress im Alltag

Versuchen sie Stress zu vermeiden, denn der Körper kann, gerade am Anfang, nicht dasselbe leisten wie unter normalen Umständen. Vielmehr bietet Fasten die Chance, zur zur Ruhe zu kommen.

4. Fasten als Diät

Viele erhoffen sich, durch das Fasten Gewicht zu verlieren. Wer nach dem Fasten wieder in die alten Essgewohnheiten zurückfällt, hat die verlorenen Pfunde schnell wieder drauf. Wie Fasten trotzdem einen Impuls zum Abnehmen liefern kann, lesen Sie im Blog «Gesund abnehmen: Fasten kann dafür der Startschuss sein»

5. Nach dem Fasten zu viel Essen

Nach dem Fasten sollte man nicht direkt wieder gleich viel essen wie zuvor, denn das kann zu Verdauungsstörungen führen. Klassischerweise wird das «Fastenbrechen» mit einem frischen Apfel eingeläutet. So kann man die Essenszufuhr langsam und sorgfältig aufbauen und gleichzeitig neue Essgewohnheiten etablieren. Auch beim intermittierenden Fasten sollte das Ess-Zeitfenster nicht genutzt werden, um möglichst viel auf einmal zu essen.

6. Erfolg erzwingen

Fasten ist nicht für jedermann. Daher darf man auf keinen Fall den Kopf hängen lassen, wenn man mit dem Vorhaben nicht glücklich wird. Vielleicht hat man die falsche Fastenform gewählt oder der eigene Alltag lässt die fürs Fasten nötige Ruhe schlicht nicht zu. Fasten soll eine positive Erfahrung sein. Überlegen Sie sich, welche Ziele Sie damit erreichen wollten. Was können Sie in Ihrem Umfeld ändern, damit es das nächste Mal klappt? Vielleicht ist das Fasten für Sie auch der falsche Weg und Sie finden eine andere Möglichkeit, Ihr Ziel zu erreichen.

Ana Pereira, Ernährungswissenschaftlerin bei mycoach, fasst die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Fastenkur zusammen:

  • Fastenform ausprobieren, die zum persönlichen Lifestyle passt.
  • Vorbereitung ist die halbe Miete: Entlastungstage und Fastenbrechen einbauen
  • 2-3 Liter Wasser pro Tag trinken
  • Ausgewogen und achtsam ernähren während und auch nach dem Fasten
  • Bewegung und Entspannung aktiv einbauen
  • Unterstützung suchen – insbesondere beim Heilfasten oder bestehenden Krankheiten
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