Wasser

Kann zu viel Wasser tödlich sein?

Genug trinken ist lebenswichtig. Doch, es gibt auch ein Zuviel. Im Extremfall kann ein übermässiger Wasserkonsum gar zum Tode führen.

Im Normalfall braucht ein erwachsener Mensch pro Tag einen bis zwei Liter Wasser – am besten in Form von ungesüssten Getränken. Wasser löscht den Durst und versorgt den Körper mit Flüssigkeit. Es dient zudem als Transport- und Lösungsmittel sowie zur Wärmeregulation (Schwitzen). Je nach körperlicher Betätigung und klimatischen Bedingungen kann der Wasserbedarf eines Menschen massiv ansteigen. Aber Achtung: Ab einer gewissen Grenze kann ein übermässiger Wasserkonsum nicht bloss ungesund, sondern sogar tödlich sein. Das zeigt das Beispiel einer 28-jährigen Amerikanerin, die 2007 bei einem Wassertrink-Wettbewerb ums Leben kam.

Gleichgewicht massiv gestört

Wird nämlich übermässig Wasser konsumiert, kommt es zu einer so genannten Hyperhydration (Wasservergiftung), einer unter Umständen massiven Störung des Gleichgewichts von Wasser und Elektrolyten im Körper. Anzeichen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen. Im Extremfall kommt es zu Nierenversagen oder Organschäden, die gar zum Tod führen können. Eine Hyperhydration kommt insbesondere bei Marathonläufern häufig vor. Studien zeigen, dass bis zu dreissig Prozent der Läufer zu viel trinken. Sie glauben, man müsse vor und während des Ausdaueranlasses so viel Flüssigkeit wie möglich zu sich nehmen. Gerade Anfängerinnen und Anfänger brauchen deshalb Erfahrung, bis sie hier die richtige Balance finden und wissen, wie sie richtig trinken müssen und dass Elektrolyte ebenfalls wichtig sind.