(George Doyle / Thinkstock)

Ess ich nicht! Wirklich?

Dass wir Süsses und Salziges lieben, ist angeboren. Säuglinge lachen und schmatzen, wenn sie Zuckerwasser kosten und verziehen das Gesicht, wenn sie etwas Bitteres oder Saures auf die Zunge bekommen. Je früher Kinder unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennenlernen, desto offener werden sie für verschiedene Nahrungsmittel.

Unser Geschmackssinn hat sich vor Zehntausenden von Jahren entwickelt. Damals sah die Umwelt noch völlig anders aus: Wer die richtigen Nahrungsmittel fand, der überlebte. Dabei galt es, giftige Speisen zu vermeiden. Diese haben meistens einen bitteren Geschmack. Genau umgekehrt verhält es sich mit energiereichen und «sicheren» Nahrungsmitteln: Reife Früchte zum Beispiel sind süss und ein saftiges Stück Fleisch ist fettig und geschmacksintensiv.

Wie bekommen Kinder etwas gern?

Ob man etwas gern hat oder nicht, basiert zu einem grossen Teil auf Gewöhnung. So empfinden wir einen vertrauten Geschmack als angenehmer als einen unbekannten. Nicht aufgeben und ab und zu wieder anbieten, heisst es also, falls Rüebli und Co. nicht auf Begeisterung stossen. Experimente zeigen, dass Kinder, die eine neue Speise zunächst ablehnen, diese schliesslich akzeptieren, wenn sie ihnen mehrmals serviert wird. So lernen Kinder, dass ein Nahrungsmittel verträglich und ungiftig ist und merken sich das. Zudem übernehmen Kinder die Vorlieben von Personen, mit denen sie zusammen am Tisch essen. Die Wahl der Gemüsesorte passt sich so sehr schnell der Gruppe an. Das kann beispielsweise in Kindergärten beobachtet werden. Auch Eltern können hier Einfluss nehmen, indem sie jenes Essverhalten mit Überzeugung vorleben, das sie auch von ihrem Sprössling verlangen.

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