Ayurvedische Ernährung: Alles eine Typen-Frage

Ayurvedische Ernährung: Alles eine Typen-Frage

Die richtige Ernährung spielt in der ayurvedischen Medizin eine grosse Rolle. Richtig heisst: Das Essen sollte zum eigenen Konstitutions-Typ passen.

Die indische Heilkunst Ayurveda geht davon aus, dass Menschen von den drei Energieprinzipien Vata, Pitta und Kapha, den sogenannten Doshas, gelenkt werden Um seine individuelle Dosha-Mischung in Balance zu halten und damit gesund zu bleiben, kommt es auf eine gute Lebensführung an. Und dazu gehört die passende Ernährung. Denn: Wer isst, nimmt Energie auf. Wer richtig isst, kann damit seine Doshas positiv beeinflussen.

Die sechs Rasas

Grundsätzlich werden im Ayurveda Lebensmittel nach ihren 6  Geschmacksrichtungen, Rasas, unterschieden:

  1. süss
  2. sauer
  3. salzig
  4. bitter
  5. scharf
  6. zusammenziehend (herb)

Sie sorgen nicht nur für Abwechslung und Genuss. Mit der individuellen Zusammenstellung lassen sich die Doshas verstärken oder abschwächen, je nachdem, wo das Ungleichgewicht liegt oder welche Beschwerden es zu lindern gilt. Bei Bluthochdruck beispielsweise wird, neben weiteren Therapie-Elementen, eine Diät empfohlen, die Pitta- oder Kapha- Energie reduziert.

Wer sich nach dem Essen oft unwohl fühlt oder bestimmte Lebensmittel schlecht verträgt, dem hilft nach Ayurveda-Grundsätzen eine auf ihn zugeschnittene Ernährungsumstellung:

ayurveda_vathaVata-Typen brauchen warmes, befeuchtendes, nährendes und beruhigendes Essen, empfiehlt Ayurveda-Mediziner Hans Heinrich Rhyner in einem seiner Bücher. Drei warme Mahlzeiten am Tag seien Pflicht. Die grossen Fehler für diesen Ernährungstypen seien unregelmässiges, kaltes, bitteres, austrocknendes und leichtes Essen.

 

ayurveda_pittaHitzige und temperamentvolle Pitta-Typen profitieren hingegen von kühlenden, bitteren und süssen Speisen. Salziges, Saures und Scharfes bekommt ihnen hingegen nicht. Und gar schädlich seien Wurst, gereifter Käse, Essig, Alkohol und Kaffee.

 

ayurveda_kapha

Den Kapha-Typen tut alles gut, was ihrem eher phlegmatischen Organismus Energie und Lebensfreude schenkt. Also leichte, anregende Kost, die scharf, bitter und erhitzend sein darf. Der Ernährungsplan für Kapha-Menschen ist am strengsten: Sie sollten nach 20 Uhr nichts mehr essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden.

 

Unabhängig davon, welcher Dosha-Typ man ist, empfiehlt die Deutsche Ärztegesellschaft für Ayurveda-Medizin (DÄGAM) unter anderem folgende Ernährungs-Grundsätze:

  • Essen Sie nur, wenn Sie Hunger verspüren und die vorhergehende Mahlzeit vollständig verdaut ist, also etwa drei bis vier Stunden nach einer Hauptmahlzeit.
  • Essen Sie in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre. Widmen Sie dem Essen Ihre volle Aufmerksamkeit – nicht nebenbei lesen, arbeiten oder fernsehen.
  • Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit.
  • Essen Sie immer ungefähr zur gleichen Tageszeit.
  • Das Essen möglichst frisch zubereiten. Vermeiden Sie aufgewärmte oder abgestandene Speisen.
  • Der grösste Teil der Nahrung sollte gekocht sein, diese kann der Körper leichter aufnehmen. Rohkost nur als Beilage (Salat) essen.
  • Gewürze machen die Nahrung nicht nur schmackhaft, sondern unterstützen die Verdauung.
  • Ändern Sie Ernährungsgewohnheiten nur behutsam. Vertrauen Sie Ihren Wünschen und Bedürfnissen.

3 Kommentare zu “Ayurvedische Ernährung: Alles eine Typen-Frage

  1. Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich lese bei Gelegenheit immer wieder das Magazin und deren interessanten Berichte.
    Ich suche Hilfe, Unterstützung, News über Migräne, Wirkung, Ernährung, Vorbeugung etc..

    Meine Frau leidet stark unter Migräne vestibulär! Sie hat zusätzlich auf der oberen Kopfhälfte starke Kopfschmerzen. Laufend verliert Sie das Gleichgewicht, da Sie Ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle hat (Balance), da dann auch ein Schwindel bei Ihr einsetzt. Seit ca. 8. Monaten leidet Sie 2 – 3 mal wöchentlich unter diesen Schmerzen. Können Sie Ihr da helfen? Haben Sie ein Bericht oder Unterlagen dazu wo wir uns diesbezüglich informieren können? Sie war bereits im Spital hat Therapien etc. gemacht und es nützt bis jetzt alles nichts. Sie hat auch schon Naturprodukte zur Unterstützung eingenommen. Haben Sie Erfahrungswerte dazu? Können Sie uns bitte darüber Informieren?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, Hilfe und Unterstützung.

    Freundliche Grüsse

    Pius Güttinger

    1. Guten Tag Herr Güttinger

      Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Offenheit.
      In unserem Gesundheitslexikon stehen einige Informationen zum Thema Migräne: https://www.css.ch/de/home/gesundheit/ratgeber/medicine20/gesundheitslexikon/m/migraene.html
      Am besten hilft Ihnen hier aber eine medizinische Fachperson. Wichtig: Nicht aufgeben, bis Sie einen Arzt gefunden haben, der Ihnen helfen kann. Es gibt auch auf dieses Gebiet spezialisierte Zentren.
      Falls Sie bei uns versichert sind, können Sie sich gratis im Telemedizinischen Zentrum Rat holen: https://www.css.ch/de/home/gesundheit/gesund_werden/medizinische_beratung.html

      Wir wünschen Ihrer Frau gute Besserung!

      Freundliche Grüsse
      Marlen Stalder

  2. Ich finde das sehr gut, dass CSS das Ayurvedische Prinzip unterstützt.
    Es ist ein altes bewährtes Mittel für ausgewogene Gesundheit.
    In dieselbe Richtung geht auch die Trager-Methode.
    Wenn jeder Mensch nur etwas sich wieder in die Richtung Selbstwahrnehmung und Fühlen orientieren würde, wären viele teure Behandlungen überflüssig.
    http://www.body-wave.ch
    http://www.trager.ch

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