Gesund abnehmen: Fasten kann dafür der Startschuss sein
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Gesund abnehmen: Fasten kann dafür der Startschuss sein

Nach den Feiertagen lästige Pfunde loswerden: Eine Fastenkur scheint dafür willkommen zu sein. Um dauerhaft abzunehmen, ist aber ein Umdenken auf der ganzen Linie nötig.

«Frühjahrsputz von innen» wird das Fasten gerne genannt. Der Verzicht auf Nahrungsmittel soll Körper, Geist und Seele reinigen – und überflüssige Pfunde wegschmelzen. Die Forschung deutet darauf hin, dass sich Fasten gut auf unsere Gesundheit auswirkt. Ein positiver Effekt ist zusätzlich der Gewichtsverlust. Wer aber keine langfristige Umstellung anstrebt, profitiert davon kaum. Zu schnell ist das alte Gewicht wieder da.

Fasten kann Impulse liefern

Erfolgreich abnehmen heisst deshalb, seine Lebensweise überdenken. Fasten kann dafür durchaus der Startschuss sein. Danach aber ist ein Konzept gefragt, das auf längere Sicht funktioniert. Dazu gehört, die Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen (siehe Tipps unten).

Erfolgreiches Abnehmen braucht realistische Ziele

Informationen zu Übergewicht und Adipositas im Gesundheitslexikon.
Nicht zu viel auf einmal wollen, ist dabei ein wichtiger Grundsatz. «Realistische Ziele sind für die Langzeitmotivation von Bedeutung», sagt Lucia Winzap, Leiterin Ernährungstherapie der Hirslanden Klinik St. Anna Luzern. Ein guter Richtwert seien ein bis zwei Kilogramm Gewichtsverlust pro Monat.

Die richtige Fastenkur für sich selbst finden

Ein «Kaloriendefizit» schaffen – darum geht es beim Abnehmen. Der Körper muss mehr Energie verbrauchen, als ihm mit Essen zugeführt wird. Ob dafür eine gesunde Mischkost, kohlenhydratarme Ernährung oder Teilzeit-Fasten geeignet ist, kann jeder für sich selbst wählen. Es ist laut Lucia Winzap wichtig, die für sich passende Ernährungs-und Bewegungsform zu finden. Grundsätzlich aber können einfache Abnehm-Tipps helfen.

Tipps für gesundes Abnehmen

  • Maximal zwei bis drei Hauptmahlzeiten am Tag mit Früchten, Gemüse, Salat.
  • Snacks zwischen den Mahlzeiten vermeiden.
  • Anstelle eines ganzen Menüs ein oder zwei Teller Gemüse- oder Hafersuppe essen.
  • Alkohol, Süssgetränke und industriell verarbeitete Lebensmittel reduzieren.
  • Präsent sein beim Essen und sich dafür Zeit nehmen.
  • Drei- bis viermal die Woche Bewegung und Sport in den Alltag einbauen.
  • Esstagebuch führen. Es hilft, sich selbst und seine Gewohnheiten zu beobachten.

Lucia Winzaps Empfehlung: Nicht kommerziellen Fasten-Trends folgen, im Zweifelsfall eine Fachperson fragen und sich von ihr beim gesunden Abnehmen begleiten lassen. Wichtig zudem: Fastenkuren sind für Schwangere, Stillende und ältere Menschen ungeeignet. Darüber hinaus dann, wenn jemand Essstörungen, Diabetes oder Gicht hat.

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