Welche Hormone werden bei Bewegung freigesetzt?
(Gettyimages)

Welche Hormone werden bei Bewegung freigesetzt?

Ohne Hormone geht im Sport (fast) gar nichts. Sowohl Stress- als auch Glückshormone spielen eine zentrale Rolle.

Sobald wir uns bewegen werden Hormone ausgeschüttet. Hormone sind so genannte Botenstoffe, die letztlich im Körper verschiedene Wirkungen erzielen und Funktionen auslösen.

Stresshormone regulieren die Energiebereitstellung

So spielt etwa das Stresshormon Cortisol im Sport eine wichtige Rolle. Cortisol hat eine zentrale Funktion bei der Energiebereitstellung in Form von Glukose. Bewegen wir uns, wird bereits nach ein paar Minuten Cortisol ausgeschüttet. Auf diese Weise erhält der Körper rasch verfügbare Energie. Zudem wirkt Cortisol entzündungshemmend. Nach circa einer halben Stunde Bewegung sinkt der Cortisolspiegel wieder und ermöglicht so zum Beispiel, dass der Körper auch aus Fetten und Eiweissen Energie gewinnen kann.

Die Hormone Adrenalin und Noradrenalin werden vor allem bei psychischen und physischen Belastungen ausgeschüttet. Sie sorgen dafür, dass der Körper Energie freigesetzt, Herzfrequenz und Blutdruck erhöht und die beanspruchte Muskulatur bevorzugt mit Energie versorgt. Kurz gesagt: Sie sorgen dafür, dass sich der Körper an die Belastung anpasst.

Die Hormonausschüttung beim Sport unterscheidet also zunächst nichts von einer Stressreaktion. Seit Urzeiten ermöglichen Sie uns eine schnelle Fluchtreaktion.

Laufen ohne Ende durch Glückshormone?

Neben der Stressreaktion werden auch sogenannte Glückshormone ausgeschüttet. Sie sollen verantwortlich sein für das so genannte «Runner’s High» («Läuferhoch»). Es tritt vor allem bei Langstreckenläufen auf und bezeichnet einen schmerzfreien und euphorischen Gemütszustand. Dabei hat der Sportler oder die Sportlerin das Gefühl, fast endlos weiterlaufen zu können.

Diese Wirkung wurde bisher vor allem den Endorphinen zugeschrieben. Mittlerweile geht man aber davon aus, dass Glückshormone wie Dopamin und Serotonin das Schmerzempfinden herabsetzen. Neben Ihnen stehen Endocannabinoide unter dem Verdacht einen rauschähnlichen Zustand bei Bewegung auszulösen. Endocannabinoide sind körpereigene («endo») Stoffe die ähnlich wie die Cannabispflanze für ein Gefühl von Wohlbefinden und Euphorie sorgen.

Was feststeht ist: Ohne unseren Hormonhaushalt ist Sporttreiben nicht möglich und wäre nur halb so schön.

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