Immunsystem stärken: Regelmässige Bewegung hilft den Abwehrkräften
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Immunsystem stärken: Regelmässige Bewegung hilft den Abwehrkräften

Ein körperlich aktiver Lebensstil ist gut für unser Immunsystem. Unmittelbar nach intensive Sport, sollte man jedoch aufpassen, denn dann ist das Abwehrsystem geschwächt. Eine gesunde Balance zwischen Training und Regeneration erzielt langfristig die beste Wirkung.

Leichtes Ausdauertraining verbessert die Funktionalität des Immunsystems. Besonders Personen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, können durch moderate Ausdauerbelastung eine positive Wirkung erzielen. Drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche sind für den Körper ideal. Auch langfristig zeigen solche Anstrengungen eine positive Wirkung. Senioren, die regelmässig trainieren, verringern so beispielsweise das Risiko für Tumorerkrankungen.

Was ist das Immunsystem?

Ein gesundes Immunsystem sorgt dafür, dass unser Körper nicht krank wird. Es wehrt schädliche Stoffe wie Krankheitserreger (z.B. Bakterien, Viren und Pilze) und Tumorzellen ab.

Verschiedene Barrieren verhindern, dass die Krankheitserreger überhaupt erst in den Körper gelangen. Unsere Haut ist ein Beispiel für eine solche Barriere. Ihre Beschichtung aus einer Kombination von Talg, Schweiss und diversen Mikroorganismen, verhindert zudem die Ausbreitung von Krankheitserregern.

Im Innern des Körpers bekämpft ein komplexes System verschiedener Zellen (z. B. weisse Blutzellen, natürliche Killerzellen) und Proteine (z. B. Antikörper) eingedrungene Krankheitserreger. Sie zirkulieren in den Blutgefässen sowie dem Lymphsystem und sind in verschiedenen Geweben des Körpers angesiedelt.

Nach dem Leistungssport ist das Immunsystem geschwächt

Nach intensiven Sporteinheiten ist der Körper anfälliger auf Infektionskrankheiten (Open-Window-Phänomen) und Viren können leichter in den Körper gelangen. Nach Ausdauerwettkämpfen ist das Erkrankungsrisiko für Athleten deshalb höher (v. a. für grippale Infekte und Durchfall). Um sich vor einer Krankheit zu schützen, sollten Leistungssportler deshalb den Aufenthalt an trockener Luft minimieren und regelmässig die Hände waschen.

Regeneration stärkt körpereigene Abwehr

Eine Balance zwischen Training und Regeneration ist bei ambitionierten Sportlern entscheidend für die Funktion des Immunsystems. Stimmt das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung, so verbessert sich auch bei intensivem Training die körpereigene Abwehr gegenüber Krankheiten. Welches Training wieviel Regenerationszeit benötigt, lesen Sie im Blog «Was passiert mit der Muskulatur beim Sport?».

Sport bei Krankheit vermeiden

Kranke Sportler sollten intensive Trainings vermeiden. Bei Fieber oder Erkältungen mit Halsschmerzen gilt absolutes Trainingsverbot. Sportliche Belastungen fördern den Übertritt von Viren in die Blutbahn, was zu einer lebensgefährlichen Infektion des Herzmuskels führen kann.

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