Faszientraining: warum lohnt sich das?
(Zimmermann)

Faszientraining: warum lohnt sich das?

Ein starkes, trainiertes Bindegewebe ist gleitfähig und elastisch. Das schützt den Körper und ermöglicht gleichzeitig Höchstleistungen.

Unser Bindegewebe, auch Fasziengewebe genannt, besteht aus einem elastischem Material, das den ganzen Körper durchzieht und Organe, Sehnen, Bänder und Muskeln umschliesst. In einem guten Zustand ist das Bindegewebe um die Muskeln leicht gewellt. Genau diese Wellenform sorgt dafür, dass die Faszien beweglich sein können und gleichzeitig alle Organe und Muskeln zusammenhalten.

Faszien trainieren

Wie Sie Ihre faszien trainieren, erfahren Sie in unserem Blog zu Faszien-Übungen
Mit zunehmendem Alter und ungenügender körperlicher Aktivität werden die Faszien weniger gewellt. Sie verkleben und sind dadurch weniger elastisch und gleitfähig. In der Folge kann das Fasziengewebe seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen, man spricht von einer Bindegewebeschwäche.

Mit dem richtigen Training kann die Wellung der Faszien wiederhergestellt werden. Am bekanntesten ist wohl die Selbstmassage mit dem Faszienball oder der Faszienrolle. Doch Faszientraining beinhaltet noch mehr: Ganzheitliche Dehn- und Mobilisationsübungen sind ein wichtiger Bestandteil, um das Fasziengewebe geschmeidig zu halten. Beispiele dafür sind Yoga- oder Pilatesübungen. Nicht umsonst wird Yoga auch als das älteste Faszientraining der Welt bezeichnet.

Was bringt ein starkes Bindegewebe?

Schmerzen verringern
Mit federnden oder dehnenden Übungen für den ganzen Körper lassen sich die einseitigen, verkrampften und bewegungsarmen Haltungen aufbrechen, die wir im Alltag häufig einnehmen. Das reduziert Schmerzen, denn kleine Risse in den Faszien, die durch einseitige Belastung entstehen, können für Rückenschmerzen verantwortlich sein.

Verletzungsrisiko verringern
Wer das Bindegewebe stärkt, verbessert seine Beweglichkeit. Gerade bei ungewohnten Belastungen, zum Beispiel einem Sturz, verhindert ein elastisches und stabiles Gewebe Verletzungen. Zudem stimmen sich die Muskeln dank des starken Gewebes besser untereinander ab, was die die Bewegungsabläufe verbessert und das Verletzungsrisiko senkt.

Regenerationszeit verkürzen
Immer mehr Sportlerinnen und Sportler schwören darauf, das Training mit der Faszienrolle anzufangen oder abzuschliessen. Das Ausrollen nach einer sportlichen Leistung verkürzt die Regenerationszeit. Die Selbstmassage mit dem Faszienball oder der Faszienrolle wirkt ähnlich wie eine Lymphdrainage: Sie drückt Flüssigkeit aus dem Gewebe. Wie ein Schwamm füllt sich das Gewebe anschliessend wieder mit Flüssigkeit und wird mit Nährstoffen versorgt. Dadurch ist der Muskel schneller wieder für das nächste Training oder den nächsten Wettkampf bereit.

Körperform straffen
Auch bei Fitnessportlern ist das Faszientraining beliebt. Auch wenn diese Wirkung nicht bewiesen ist – viele schwören auf die Cellulite mindernde Wirkung von Faszientraining.

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