E-Bike fahren und fit werden
(Gettyimages)

E-Bike fahren und fit werden – Unsere Tipps für Einsteiger

E-Bikes führen uns schnell von A nach B und bringen nebenbei gleich unseren Kreislauf in Schwung. Doch welches E-Bike passt zu wem, was ist der gesundheitliche Nutzen, was ist unterwegs zu beachten und wie kann man sein E-Bike optimal pflegen?

Deshalb lohnt sich ein E-Bike

Mit dem Fahrrad….

…ein unvergessliches Naturerlebnis mit wundervollem Panorama erleben?
…einen steilen Aufstieg mit Glücksgefühlen bewältigen?
…zur Arbeit fahren, ohne verschwitzt anzukommen?

Diese Aussagen können viele Personen kaum mit einem beherztem „Ja“ beantworten. Das muss allerdings nicht sein! Mit einem E-Bike bieten sich für verschiedenste Benutzergruppen neue Möglichkeiten. So motiviert das E-Bike beispielsweise auch Bewegungsmuffel, häufiger und länger in die Pedale zu treten.

Dass mit dem E-Bike auch tatsächlich die Fitness und Gesundheit gefördert wird, beweist eine kürzlich durchgeführte Studie am Departement Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel. Die Forschungsgruppe zeigt auf, dass ein vierwöchiges Training mit dem E-Bike eine vergleichbare Verbesserung der Sauerstoffaufnahmekapazität bewirkt wie ein Training mit einem herkömmlichen Bike. Eine dauerhafte Verbesserung der Sauerstoffkapazität führt zu einem reduzieren Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.


Das passende E-Bike finden

Welches E-Bike gekauft wird, hängt vom Verwendungszweck ab. Wer auf der Suche nach einem schnellen Transportmittel auf befestigten Wegen ist, für den eignet sich ein urbanes E-Bike. Dieses Fahrrad ist bereits mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung ausgestattet und unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 45km/h. Personen mit einer Mofa-Prüfung sind berechtigt mit diesem Velo zu fahren, ausserdem benötigt man eine obligatorische Haftlichtversicherung, sowie eine Strassenzulassung.

Wird das E-Bike vor allem in der Natur gebraucht, empfiehlt sich eine geländegängige Variante, welche als Fully oder Hardtail erhältlich ist. Vor allem Fullys, also vollgefederte E-Bikes, gleichen Bodenunebenheiten sehr gut aus und bieten dadurch eine entsprechend hohe Bodenhaftung und mehr Komfort. Sie unterstützen Biker bis zu einer Geschwindigkeit von 25km/h. Diese E-Bikes können ohne Strassenzulassung von Personen ab 14 Jahren gefahren werden und benötigen keine obligatorische Haftpflichtversicherung.

Unterwegs mit dem E-Bike: Sicherheit geht vor

Da die Unterstützungsstufe des Motors gewählt werden kann, entscheidet jede Person individuell wie viel sie selbst leistet. Vielleicht sinkt auch deshalb das Durchschnittsalter der E-Bike Fahrer stetig. Längst ist das E-Bike nicht mehr mit dem Begriff „Rentner-Drohne“ behaftet. Dies zeigt sich auch in den steigenden Verkaufszahlen: Laut dem Verband der Schweizer Fahrradlieferanten verfügte 2017 bereits jedes vierte in der Schweiz verkaufte Fahrrad über einen Elektrozusatzantrieb.

Das Fahren mit dem E-Bike ist nicht ganz ohne Konflikte und Gefahren verbunden. Mit dem E-Bike gelangt man an Orte, die bisher nur wenigen Bikern vorenthalten waren. Deshalb ist es wichtig, dass auch E-Bike Fahrer auf Wanderer Rücksicht nehmen und sich durch eine gut hörbare Fahrradklingel bemerkbar machen.

Unterwegs im Strassenverkehr wird die Geschwindigkeit von E-Bikes oft unterschätzt. Hierbei ist das Beachten der Verkehrsregeln, eine richtige Einschätzung der Geschwindigkeit, sowie eine klare Kommunikation relevant für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Wie lange hält der Akku?

Es lohnt sich auf jeden Fall, ein qualitativ gutes E-Bike mit einem Akku von 500 Wattstunden zu kaufen. Die Distanz, welche mit einer Akkuladung zurückgelegt werden kann, ist stark vom Gewicht des Fahrers, Höhenmeter und Unterstützungsstufe des E-Bikes abhängig. Je nach Ausprägung dieser drei Faktoren reicht eine Akkuladung für 60 bis 200km.

Tipps zur Pflege

Die Lebensdauer eines E-Bikes hängt auch von der richtigen Pflege ab. Es lohnt sich, das E-Bike regelmässig in den Service zu bringen und dadurch allfällige Probleme früh zu beheben. Bei dieser Gelegenheit werden vom Fachhändler auch gleich die nötigen Softwareupdates durchgeführt.

Während des Fahrens sollte man besser nicht unter Volllast schalten, da die Kette sonst stark beansprucht wird. Mit dem E-Bike kommt man zudem leichter hoch, doch beim Hinunterfahren muss man dementsprechend auch mehr bremsen. Um die Bremsen vor Abnützung zu schützen, ist Intervallbremsen (abwechslungsweise hinten oder vorne bremsen) zur Temperaturminderung empfehlenswert.

Bei der Reinigung empfiehlt es sich, das E-Bike mit einem Gartenschlauch und keineswegs mit einem Hochdruckreiniger zu reinigen. Trägt man danach Kettenöl auf, behält die Kette trotzdem einen Schmierfilm. Dabei gilt die Devise „wenig und oft“, anstatt „viel und selten“.

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2 Kommentare zu “E-Bike fahren und fit werden – Unsere Tipps für Einsteiger

  1. Danke für die Tipps. Das Ebike regelmässig in den Service bringen ist ein weiter Begriff. Betrifft es die Gefahren Km oder alle Jahre. Was haben sie für Erfahrungswerte? Sind nicht einzeln Faktoren wie Bremsbelege, Reifenprofil oder Kettendistanz relevant? Wie oft die Kette geschmiert werden? Alle 200 km oder nach jedem waschen.

    1. Doch, doch, Sie haben Recht: Wie oft das E-Bike in den Servie muss, hängt davon ab, wie intensiv man es nutzt. Wer beispielsweise mehr Höhenmeter fährt, belastet auch die Bremsen, die Kette, Zahnkränze und Pneus mehr. Auch die Geschwindigkeit oder das Fahrergewicht beeinflussen den Verschleiss des Bikes. Je nachdem muss der Service regelmässiger durchgeführt werden. Eine konkrete Empfehlung können wir deshalb nicht abegeben. Die Kette kann man nach jedem Waschen ein bisschen schmieren, aber erst, wenn sie wieder trocken ist. Oder man schmiert sporadisch und achtet einfach darauf, dass die Kette immer einen minimen Schmierfilm hat.

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