Muskelverspannungen

Muskelverspannungen: 3 Tipps für weniger Schmerzen

Muskelverspannungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern schränken auch im Alltag ein. Mit Behandlungen wie Wärme oder Mobilisation lassen sie sich vermindern – oder sogar vermeiden.

Fast jeder kennt sie, die schmerzenden, kleinen Verhärtungen. Sie können an allen Muskeln im Körper auftauchen. Am häufigsten treten Verspannungen im Schulter-, Rücken- und Nackenbereich auf. Übt man Druck auf diese Punkte aus, führt das zu Schmerzen, die in den ganzen Muskelstrang oder im schlimmsten Fall in andere Bereiche ausstrahlen.

So entstehen Muskelverspannungen

Warum Muskelverspannungen entstehen ist bis jetzt nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Überdehnungen, Muskeltraumata, Überlastungen, starke Krafteinwirkungen, Kälte oder auch Stress auf Dauer Muskelverhärtungen auslösen. Sie führen letztendlich in einen Kreislauf, bei dem der Körper Entzündungsbotenstoffe ausschüttet und so die Schmerzrezeptoren reizt.

Verschiedene Untersuchungen fanden im verhärteten Gewebe einen niedrigen pH-Wert und eine höhere Konzentration an Stoffen, die Entzündungen und Schmerzen auslösen. Unterbricht man diesen Kreislauf nicht, bilden sich Triggerpunkte. Als Folge wird das Gewebe in diesem Bereich nicht mehr richtig durchblutet – Schmerzen sind die Folgen. Der brennende, ausstrahlende Schmerz taucht nur sehr kurz auf, kann aber auch über mehrere Tage anhalten.

Verspannungen ertasten

Bei Verspannungen verhärtet sich die Muskelpartie, es bildet sich eine sogenannter «Hartspannstrang», der gut fühlbar ist. Reizt man einen verspannten Punkt mit Druck, kann das lokales Zucken auslösen, indem der Knoten «springt».

3 Tipps gegen Verspannungen

Das Problem verspannter Muskeln ist, dass das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet wird. Mit einfachen Mitteln unterbrechen Sie diesen Kreislauf und regen die Durchblutung an:

  • Wärme: Wärmeflaschen und wärmende Cremes haben eine durchblutungsfördernde Wirkung in der Muskulatur. Wer unterwegs nicht auf die Wärmewirkung verzichten will, kann ein spezielles Wärmepflaster zum Aufkleben mitnehmen. Das lockert Verspannungen und hilft gegen Schmerzen.
  • Massage: Wärme und Druck regt die Durchblutung an und löst so Verspannungen. Eine druckvolle Massage drückt das Gewebe wie ein Schwamm zusammen. Dabei werden Stoffe und Körperflüssigkeiten herausgepresst. Fällt der Druck anschliessend wieder weg, kommt es zu einer Mehrdurchblutung des Gewebes – so versorgt man es mit Nährstoffen. Gerade bei Verspannungen am Nacken kann man sich sehr gut mit einer Eigenmassage selbst massieren.
  • Bewegung: Bewegung ist eines der besten Mittel um die Muskeldurchblutung anzuregen. Deshalb soll man versuchen, bei Verspannungen nicht in eine Schonhaltung zu verfallen, sondern sich weiterhin vielseitig zu bewegen. Was bedeutet vielseitig? Damit ist gemeint, dass auch Bewegungen ausgeführt werden, die im Alltag oft zu kurz kommen: Den Kopf so weit wie möglich nach links nach rechts drehen oder mit den gestreckten Armen grosse Kreise machen – schon kleine Bewegungen und Mobilisationen helfen! Wichtig ist, dass die kurzen Übungen mehrmals täglich immer wieder durchgeführt werden – eine Minute pro Übung reicht bereits.

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