Achillessehne

Achillessehne zwickt – was soll ich tun?

Sie ist die stärkste Sehne, die der Mensch besitzt. Sie ist aber auch ausgesprochen anfällig für Verletzungen: die Achillessehne.

Die Achillessehne zwischen Ferse und Wade ist die einzige Stelle, an der Achill, der Held aus der griechischen Mythologie, verwundbar war. Nicht umsonst ist er der Namensgeber der Achillesferse, der Schwachstelle am menschlichen Körper.

Vorsicht vor Chronifizierung

Wenn es plötzlich zwickt, wenn das allmorgendliche Aufstehen mit Anlaufschmerzen verbunden ist und sich die Achillessehne sogar spürbar verdickt, ist Vorsicht angebracht. Denn es besteht die Gefahr, dass sich die Beschwerden chronifizieren. Im schlimmsten Fall kann die Achillessehne sogar reissen; manchmal kündigt sich eine Ruptur durch vorgängige Schmerzen an.

Bei Leistungssportlern sind es häufig Überlastungen, bei Gelegenheitssportlern ein zu hartes Einsteigen in die Trainings-Einheit, welche zu einer entzündlichen Reaktion führen. Doch auch zu wenig Bewegung, Übergewicht und chronische Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Gicht können die Ursache sein, da die Achillessehne dann schlechter durchblutet und weniger elastisch ist. Äusserer Druck durch Schuhe, eine verkürzte Wadenmuskulatur, eine Fehlstellung der Füsse oder allgemein eine zu schwache Fussmuskulatur sind weitere Auslöser der Beschwerden.

Als besonders wirksame präventive Gegenmassnahme hat sich folgende Übung erwiesen:

Barfuss in Laufrichtung mit einer Fussspitze auf den Rand einer Treppenstufe stehen, sich auf die Zehenspitzen aufrichten und diese Position rund zwei Sekunden lang halten. Danach die Fersen unter die Horizontale der Stufe senken und das Ganze ein paar Mal wiederholen.

Nichts tun ist nicht die Lösung

Die Lösung liegt entgegen der Erwartungen nicht etwa darin, die Achillessehne bei Schmerzen nicht mehr zu belasten, da sie sich so verkürzen und an Elastizität verlieren würde. Sinnvoller ist es, auf andere Bewegungsarten umzusteigen wie Radfahren oder Schwimmen, welche die Achillessehne weniger in Anspruch nehmen – eine Ruhestellung ist wirklich nur bei akuten Schmerzen angesagt. Sportarten mit schnellen Bewegungen und abrupten Richtungswechseln wie Squash erhöhen nachweislich das Risiko für einen Achillessehnen-Riss – besonders bei Menschen, die lange keinen Sport mehr getrieben haben. Vorgängiges Aufwärmen und Dehnen ist in jedem Fall unerlässlich. Niemand braucht sich wie Achill im Kampf um Troja als Held aufzuspielen.

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