Trinkkur bis Intervallfasten: vier beliebte Fasten-Methoden
(Gettyimages)

Trinkkur bis Intervallfasten: vier beliebte Fasten-Methoden

Im religiösen Kontext hat Fasten eine lange Tradition. Noch heute nutzen viele diese Alternative zum gewohnten Konsum, um den Körper von Schadstoffen zu reinigen oder als Startschuss zum Abnehmen. In der Folge stellen wir vier beliebte Fastenformen vor.

Beim Fasten wird entweder über eine bestimmte Zeit vollkommen auf feste Nahrung verzichtet, die Kalorienzufuhr stark reduziert oder es werden spezifische Speisen ausgespart. Als Gegenpart trinkt der Fastende ausreichend, damit der Körper nicht dehydriert. Der Fasten-Status wird – je nach Fastenform – ab einer Zeitspanne von mindestens 16 Stunden bis hin zu 3 Wochen erreicht.

Die Zahl der Fastenformen ist sehr gross. Deshalb haben wir vier Methoden ausgewählt, die wir näher vorstellen:

Heilfasten nach Buchinger

Die wohl bekannteste und radikalste Form des Fastens ist das Heilfasten. Der Mediziner Dr. Otto Buchinger (1878-1966) hat diese Form des Fastens entwickelt und ihr den Namen gegeben. Der Fastende startet mit einer gründlichen Darmreinigung, bevor er nur noch Flüssiges zu sich nimmt. Mineralstoffe und Vitamine nimmt die fastende Person in Form von Säften und Gemüsebrühe auf, weiter kann zwischen Wasser und Tee, der leicht mit Honig wird, variiert werden. Dem Körper werden so im Schnitt 200 – 300 kcal pro Tag zugefügt. Vorbereitet und auch unterbrochen wird das Heilfasten mit zwei- bis dreitägiger Zunahme von leichter Schonkost. Die Fastenkur kann eine Dauer von 5 bis 30 Tagen in einer Heilfastenklinik umfassen. Das Heilfasten nach Buchinger ist ein umfassendes Konzept und wird mit Bewegung, Entspannung, Therapie und Ernährungsberatung ergänzt – als Einstieg in eine vollwertige Ernährung.

Intervallfasten

Eine der beliebtesten Arten des Fastens ist das intermittierende Fasten. Auch Intervallfasten genannt wird zwischen einer täglichen Essenspause oder wöchentlichen Fastentagen gewählt. Bei der 5:2-Methode isst die fastende Person an wöchentlich 5 Tagen normal, an 2 Tagen fastet sie. Bei der 16:8 Methode hingegen wird über Nacht 16 Stunden gefastet und tagsüber in einem Zeitfenster von 8 Stunden gegessen. Diese Kurzfastenzeit lässt sich wohl am einfachsten in den Alltag einbauen, denn man kann einfach auf das Abendessen verzichten oder halt später frühstücken.

Trinkkur

Die Trinkkur ist auch bekannt als Nulldiät. Neben reinem Tee-, Molke- und Wasserfasten gibt es auch das Saftfasten. Dieses ermöglicht dem Körper durch das Trinken von Obst- und Gemüsesäften, die Zufuhr von Mineralien und Vitaminen zumindest bedingt aufrecht zu erhalten. Trinkkuren, die ausschliesslich aus Wasser, Tee oder Molke bestehen, sollten aufgrund der fehlenden Nährstoffe und Energie nicht länger als 1-3 Tage andauern. Trinkkuren mit Säften hingegen können von einem Tag bis zwei Wochen angewendet werden.

Fasten nach Mayr

Bei dieser Fastenform stehen Milch und Brötchen im Fokus. Sie geht auf den Arzt Franz Xaver Mayr (1875-1965) zurück. Die Methode setzt sich aus drei Stufen zusammen: Schonung durch viel Flüssigkeit, Säuberung des Darms und Schulung zur Veränderung der Essgewohnheiten. So werden beispielsweise hastige Essgewohnheiten abgewöhnt, indem es eine Anleitung für das Kauen eines alten Brötchens und anschliessenden Spülens mit Milch gibt. Die Kur dauert 3-4 Wochen und sollte mit fachkundiger Anleitung, oftmals in einer speziellen Kurklinik, durchgeführt werden.

Grundregeln für alle Fastenden

Welche Art des Fastens zu wem passt, hängt von verschiedenen Faktoren: Der jeweilige Lebensstil, die Ziele und auch das Umfeld spielen eine Rolle. Besonders wichtig: Um zu fasten sollte man gesund sein. Und wer noch keine Erfahrung mit Fasten gesammelt hat, sollte sich professionell begleiten lassen.

Ein Kommentar zu “Trinkkur bis Intervallfasten: vier beliebte Fasten-Methoden

  1. Ich mache Intervallfasten (3:4 an 3 Tagen faste ich und an 4 Tagen esse ich normal) seit mehr als einem Jahr nun konsequent. Ich kann es eigentlich jedermann wärmstens empfehlen. Neben einem signifikanten Gewichtsverlust ist mein körperliches Wohlbefinden sehr gestiegen. Ich bin gesund dabei und fühle keinerlei Verzicht. Man gewöhnt sich sehr schnell daran und es fällt einem sehr leicht dabei zu bleiben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert.*